Lavanttal: Neues Ruftaxi ab dem Frühjahr

Fahrgäste können das "ISTmobil" über die Telefon-Hotline, online über die Website oder mobil via App bestellen
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  • Foto: www.istmobil.at
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petra.moerth@woche.at

LAVANTTAL. Im ersten Quartal des neuen Jahres nimmt das neue "ISTmobil" im Lavanttal Fahrt auf. Die Mandatare in Wolfsberg, St. Andrä, St. Paul und Frantschach-St. Gertraud trafen vor Kurzem in ihren Gemeinderatssitzungen Grundsatzbeschlüsse für die Umsetzung des Pilotprojektes.

Plattform vermittelt

Das von der Grazer ISTmobil GmbH entwickelte Anruf-Sammel-Taxi-System gilt als innovatives Personentransportkonzept im bedarfsorientierten Gelegenheitsverkehr. Im Zuge des EU-Leader-Projektes mit dem Titel "Zukunft Mobilität Lavanttal" entstand die Idee zur interkommunalen Umsetzung des Pilotprojektes mit einer zunächst dreijährigen Laufzeit.

Fahrten bündeln

"In den vier Gemeinden wird es ein engmaschiges Netz an sogenannten Sammelhaltepunkten geben", schildert die Geschäftsführerin Margit Thonhauser vom Regionalmanagement Lavanttal (RML). Nach einem Anruf bei der Zentrale oder nach der Buchung über die Plattform bzw. die App holen die Taxifahrer den Fahrgast bzw. die Fahrgäste - wenn zum Beispiel mehrere Menschen dasselbe Ziel haben - im Auftrag des "ISTmobils" zum gewünschten Zeitpunkt ab. "Dabei kommen ausschließlich heimische Taxiunternehmer zum Zug — von uns werden keine eigenen Fahrzeuge betrieben", stellt Thonhauser klar. In Ausnahmefällen können Kunden das "ISTmobil" in den vier Gemeinden sogar bis zur Haustür bestellen: Dies gilt etwa für Menschen ab der Pflegestufe 1 oder bei Personen mit Handicaps.

Moderate Preise

Preislich pendelt sich eine Fahrt mit dem künftigen "ISTmobil" für den Kunden laut dem Wolfsberger Bürgermeister Hans-Peter Schlagholz (SPÖ) in etwa bei einem Drittel des regulären Taxipreises ein. "Der Differenzbetrag wird dann mit den Taxiunternehmen mit dem Gemeindebeitrag abgerechnet", erläuterte der Stadtchef in der letzten Sitzung des Gemeinderates vor Weihnachten. Die jährlichen Kosten für den Pilotbetrieb von 2018 bis 2020 teilen sich Wolfsberg (63.000 Euro), St. Andrä (26.600 Euro), St. Paul (11.000 Euro) sowie Frantschach-St. Gertraud (8.500 Euro) nach einem festgelegten Schlüssel. Die Tarifzonen richten sich nach der Zoneneinteilung des Verkehrsverbundes.

Startschuss anvisiert

"Das ist ein wertvoller Beitrag zur Mobilität im ländlichen Raum", bekennt sich nach der Streichung von Buslinien auch St. Andräs Bürgermeister Peter Stauber (SPÖ) klar zum Pilotprojekt. Als geplanten Wunschtermin der Inbetriebnahme des "ISTmobils" im Bezirk Wolfsberg nennen die Verantwortlichen den 1. Februar 2018.

Zur Sache:
Nach den Grundsatzbeschlüssen in den Gemeinden gehen die Planungen in die nächste Runde. Bis zum Start im Frühjahr 2018 müssen Sammelhaltepunkte, Betriebszeiten, Tarifzonen und Taxiunternehmen festgelegt werden.
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St. Andräs Bürgermeister Peter Stauber:"Das ist ein wertvoller Beitrag zur Mobilität im ländlichen Raum."

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