Stichwahl geht in Preitenegg in die Verlängerung

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VON PETRA MÖRTH & BERNHARD TEFERLE

PREITENEGG. Selbst nach der Bürgermeister-Stichwahl am Sonntag gibt es in der höchstgelegenen Lavanttaler Gemeinde Preitnegg noch keinen neuen Bürgermeister. Denn sowohl Franz Kogler von der ÖVP als auch Rochus Münzer von der SPÖ erreichten am Sonntag bei einer Wahlbeteiligung von 88,88 Prozent 365 Stimmen. Daher kommt es in 14 Tagen zu einer erneuten Bürgermeister-Stichwahl in Preitenegg.

Stichwahl, die zweite

"Ich habe mir ein knappes Rennen erwartet, aber nicht, dass es so eng wird", sagt der amtierende Noch-Bürgermeister Franz Kogler (ÖVP). Die Verlängerung der Bürgermeisterwahl kommentiert er folgendermaßen: "Das ist wie bei der Formel 1. In 14 Tagen gibt es ein neues Rennen, bei dem wir beide in der Pole-Position stehen." Der bisherige Vizebürgermeister Rochus Münzer von der SPÖ Preitenegg hat sich ähnlich wie sein Kontrahent ein spannendes Match erwartet. "Nichtsdestotrotz hat mich die punktgleiche Landung natürlich sehr überrascht", so Rochus Münzer, der für das kuriose Rennen um den Bürgermeister-Sessel in Preitenegg auch Vergleiche im Sport sucht. "In 14 Tagen werden die Karten neu gemischt. Wie bei einem Re-Start in der Formel 1." Es bleibt in der Gemeinde Preitenegg also weiterhin spannend.

Reaktionen aus der Bevölkerung

Das Kopf-an-Kopf-Rennen um den Bürgermeistersessel von Preitenegg spiegeln auch die ersten Reaktionen aus der Bevölkerung. "Schade, dass Franz Kogler (VP) noch nicht im Amt bestätigt ist, weil er in der letzten Periode fleißig gearbeitet und viel Positives für die Bürger von Preitenegge erreicht hat", bedauert der Schlosser Bernd Neubauer (45). Der Favorit des Pensionisten Alfred Gerlitz (70) hingegen ist Rochus Münzer (SP): "Jetzt wo Rochus Münzer nun schon gleich auf mit dem amtierenden Bürgermeister liegt, wünsche ich mir, dass er es beim nächsten Wahlgang endgültig schafft. Er ist extrem fleißig und kümmert sich um alle Anliegen der Preitenegger. Er wäre ein würdiger Bürgermeister".

Einzigartiger Fall in Kärnten

Aufgrund dieses Gleichstandes an Stimmen muss die Stichwahl in 14 Tagen wiederholt werden. Ein Unikum bisher in Kärnten. "Die Direktwahlen gibt es seit 1991. Ich kann mich nicht erinnern, dass es so etwas schon einmal gegeben hat", sagt Gerhard Jesernig, der Leiter der Kärntner Wahlbehörde. Die Wahlbeteiligung lag bei den Bürgermeister-Stichwahlen in Preitenegg am Sonntag bei 88,88 Prozent. Beim erneuten Urnengang wurden auch fünf ungültige Stimmen abgegeben. Wie würde es aber in der höchstgelegenen Gemeinde weitergehen, wenn sich die Preitenegger in 14 Tagen wieder nicht einig sind? "Es würden solange Stichwahlen im Zwei-Wochen-Rhythmus stattfinden bis es einen Sieger gibt", erklärt Jesernig gegenüber der WOCHE Lavanttal.

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Autor:

Petra Mörth aus Wolfsberg

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