18.09.2014, 14:37 Uhr

Eine Zeitreise durch 500 Millionen Jahre

R. Swatek, H. Gutschi, C. Plösch und S. Visocnik (v. li.) bei der ersten Tafel des Geopfads

Der überarbeitete Geopfad am Nussberg in Lavamünd wird jetzt neu eröffnet.

petra.moerth@woche.at

LAVAMÜND. Vor mehr als zwanzig Jahren errichtete der Tourismusverein Lavamünd am Nussberg einen geologischen Lehrpfad. Die Marktgemeinde Lavamünd erweckte den in die Jahre gekommenen Geolehrpfad im Rahmen eines Naturschutz-Projektes zu neuem Leben.

Fruchtende Zusammenarbeit

"Die inhaltliche Aufbereitung lag in den Händen von dem Tierarzt Andreas Hassler, Hobbygeologe und Fossiliensammler, und von der Naturschützerin Ulrike Knely, Natur- und Wildstation Kärnten. Beratend war der Förderungsverein Lavanttaler Heimatmuseum mit dem Obmann Robert Swatek und dem Vorstandsmitglied Hugo Gutschi tätig", informiert die Natur- und Umweltschutzreferentin Gemeindevorständin Sabine Visocnik (ÖVP). Die Besucher tauchen ausgehend vom Ruß-Kreuz in Rabensteingreuth entlang einer 5,5 Kilometer langen Wegroute mit einer Höhendifferenz von 249 Metern auf acht Informationstafeln in Bild und Text in die Geologie, Flora und Fauna dieses Gebietes am Nussberg ein.

Ein echter Kenner

"Der neue Geopfad ist ein Mittel, um dem Besucher die Natur erlebbar näher zu bringen", betont der im Bezirk Wolfsberg anerkannte Fachmann für die Pflanzen- und Tierwelt Hugo Gutschi. Besonders von der modernen Darstellung verspricht sich der Pädagoge viel.
"Das Bild soll den Besucher anregen, den Text zu lesen. Es soll neugierig machen – und zu einem Aha-Effekt führen. Aha, das ist der Adlerfarn und so sieht er aus", schwärmt Gutschi, während er mit der Broschüre in der Hand zur Pflanze hinüber zeigt. Der im überregionalen EU-Projekt "Geopark Karawanken" integrierte Lavamünder Geopark wurde seit dem Jahr 2011 über die Naturschutzabgabe ("Schotterschilling") finanziert und umgesetzt.

Letzter Stand der Technik

"Alle Tafeln sind mit einem QR-Code versehen, sodass die Informationen auch auf das Smartphone heruntergeladen werden können", ergänzt Robert Swatek, der Obmann des Förderungsvereines Lavanttaler Heimatmuseum. Sowohl die Anfahrt zum neuen Lavamünder Geopfad als auch die Wegroute sind ausreichend beschildert.
Erfreulicherweise scheint die grandiose Zeitreise durch 500 Millionen Jahre vom Südpol bis hier und heute schon vor der offiziellen Eröffnung auf großes Interesse zu stoßen. Denn: "Von den 7.000 aufgelegten Exemplaren der Broschüre zum neuen Rundweg sind 3.500 Stück schon vergriffen", freut sich Christian Plösch, der das Naturschutz-Projekt bei der Marktgemeinde Lavamünd betreut.


DIE ERÖFFNUNG:
Der ursprüngliche geologische Lehrpfad am Nussberg in der Marktgemeinde Lavamünd wurde seit dem Jahr 2011 im Rahmen eines Naturschutz-Projektes neu gestaltet. Mitgewirkt haben an dem Naturschutz-Projekt die Marktgemeinde Lavamünd, Hobbygeologen, der Förderungsverein Lavanttaler Heimatmuseum sowie die Natur- und Wildstation Kärnten. Am Freitag, dem 19. September, laden die Verantwortlichen um 8.30 Uhr beim Ruß-Kreuz in Rabensteingreuth zur offiziellen Eröffnungsfeier inklusive Begehung ein. Diese interessante Veranstaltung findet unter anderem mit dem Lavamünder Bürgermeister Josef Ruthardt (SPÖ) bei jeder Witterung statt.


So funktioniert es:
Die acht Tafeln am Geopfad informieren die Besucher jeweils über drei Fragen.
1. Geologische Situation: Was lässt sich über die Geologie in der näheren Umgebung der Tafel sagen (im ersten Drittel der Tafel waagrecht skizziert)?
2. Thema Flora: Welche Vegetation finden wir heute im Umfeld der Tafel vor (im zweiten Drittel der Tafel waagrecht beschrieben)?
3. Thema Fauna: Welche Tiere leben in der näheren Umgebung der Tafel (im dritten Drittel der Tafel waagrecht dargestellt)?
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