24.09.2014, 12:52 Uhr

Mehr Gründe für Preitenegg

Ziviltechniker Christian Kavalirek erarbeitete das neue ÖEK gemeinsam mit den Gemeindeverantwortlichen

Preitenegg stellt mit dem Örtlichen Entwicklungskonzept die Weichen bis 2030.

PREITENEGG. Noch bis 25. September können Bürger ihre Änderungswünsche zum kürzlich vorgestellten Örtlichen Entwicklungskonzept (ÖEK) für Preitenegg einbringen.

Planerisch alles geebnet

Die Grundlagen für das neue ÖEK hat Ziviltechniker Christian Kavalirek gemeinsam mit dem Gemeindevorstand erarbeitet und kürzlich im Gasthaus Hanslwirt den Preiteneggern präsentiert. "Das Konzept soll den nächsten 15 bis 20 Jahren standhalten. Wir haben alle Voraussetzungen geschaffen, dass künftig sowohl genügend Bauland für private Häuslbauer als auch für die Gewerbebetriebe in Oberpreitenegg, vor allem die Firma ,Konrad Forstechnik', und in Waldenstein für die dort ansässigen Betriebe zur Verfügung stehen. Auch die Notwendigkeiten für weitere touristische Ansätze sind großzügig berücksichtigt", lobt Kavalirek die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde.

Alarmierender Trend

"Minus 14 Prozent bei der Bevölkerungsentwicklung von 2001 bis 2014 zwingen uns geradezu zum Handeln", sagt Bürgermeister Franz Kogler (ÖVP). Laut Kavalirek besteht derzeit zwar ein Überhang von sieben Hektar gewidmetem und nicht verbautem Bauland, die Besitzer wollen die Gründe aber nicht verkaufen.
Eine schlecht abgestimmte Novellierung der Bauordnung mit der Windkraftstandortverordnung auf Landesebene könnte noch brisant werden. In der neuen Kärntner Bauordnung fehlt laut Kavalirek nämlich die Verpflichtung zu einer speziellen Widmung bei der Errichtung von Windrädern, die Verordnung über Windkraft-standorte des Landes Kärnten schreibt eine solche auch nicht vor.

Weniger Möglichkeiten

Kavalirek: "Dadurch werden die Möglichkeiten der Gemeinde über die Widmung die Errichtung neuer Windräder zu steuern, entscheidend geschwächt". Betroffen könnte aber nur der Bereich der Knödel Hütte im Norden sein, für den es Interesse von Investoren geben soll. Die Almen beim "Bärofen" sind nämlich im neuen ÖEK von den Planern als Windkraft-standorte schon definitiv ausgeschlossen. Trotzdem bleibt die Unsicherheit.


ZUR SACHE:
Folgende wesentliche Änderungen enthält das neue Örtliche Entwicklungskonzept (ÖEK) für Preitenegg:

Wohnen: Verstärkte Fokussierung auf den Gemeindehaupt-ort Preitenegg

Wirtschaft: Verbesserung der raumplanerischen Bedingungen für die wirtschaftliche Entwicklung mit Erweiterungen der Gewerbezonen und für den Tourismus.

Erneuerbare Energie: Positionierung der Gemeinde bei den erneuerbaren Energien; Festlegung eines bedingt geeigneten Windkraftstandortraumes Knödel Hütte.
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