22.10.2014, 13:16 Uhr

Neu-Vergabe schlägt sehr hohe Wellen

Schulreferent Gemeindevorstand Harald Riegler (FPÖ) übt an der Neu-Vergabe des Schultransportes durch SPÖ und ÖVP Kritik

Schülertransporte Neu in Lavamünd: FPÖ kritisiert Mehrheits-Entscheidung von SPÖ und ÖVP scharf.

LAVAMÜND. Mit dem Schuljahr 2014/15 hat die Marktgemeinde Lavamünd die bisher von einem heimischen Taxiunternehmen durchgeführten Schülertransporte neu geregelt. In der Gemeinderatssitzung am 4. September stimmten SPÖ und ÖVP gegen FPÖ und ÖVP-Mandatar Peter Letschnig für die Beauftragung einer Firma aus Griffen.

Blaue schäumen

An dieser Vergabe übt nun Schulreferent Harald Riegler (FPÖ) heftige Kritik. "Ich finde es unzumutbar, auf der einen Seite einzelne Strecken einzusparen, gewisse Kinder gar nicht mehr zu transportieren und auf der anderen Seite einen Transporteur zu beauftragen, der im nächsten Schuljahr umgerechnet 7.500 Euro an Mehrkosten für unsere Gemeinde verursacht", schimpft Riegler. Die Mehrkosten würden daher rühren: "Die Firma aus dem Bezirk Völkermarkt verrechnet 1,25 Euro pro Kilometer, der Anbieter aus dem Bezirk Wolfsberg wäre für 1,153 Euro pro Kilometer gefahren. Man multipliziere die täglichen 400 Kilometer mit 188 Schultagen und dem Kilometerpreis – und so ergeben sich aus der Differenz Mehrkosten von rund 7.500 Euro", rechnet er vor. Denn: "Die Vergütung des Finanzamtes beträgt nur exakt 1,153 Euro pro Kilometer."

Verlässlichkeit gegeben

Scharfe Kritik an der Vorgehensweise des Blauen übt gegenüber der WOCHE der Lavamünder Bürgermeister Josef Ruthardt (SPÖ): "Das ist absolut kontraproduktiv", ärgert er sich. Mit dem heimischen Anbieter sei – wie auch ÖVP-Gemeindevorstand Erich Pachler bestätigt – monatelang ohne Ergebnis verhandelt worden. Entscheidend sei, dass "das Theater um die Schülertransporte ein Ende hat" und "die Schülertransporte mit dem neuen Anbieter eins a laufen". Und: "Durch die Optimierung des Streckennetzes sparen wir uns heuer täglich die Kosten für rund 150 Kilometer", verweist Ruthardt auf Einsparungen im Vergleich zum Vorjahr.


ZUR SACHE:
Die von der Gemeinde finanzierten Schülertransporte haben in Lavamünd ein tägliches Streckennetz von rund 400 Kilometern zu bewältigen.
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