8. Waldviertler Jobmesse: Arbeitskräftemangel in allen Bereichen

Mag. Martin Jawurek (Militärkommandant NÖ), KR Christof Kastner (Obmann Wirtschaftsforum Waldviertel), Mag. Kurt Hackl (Vizepräsident Wirtschaftskammer NÖ), Birgit Trojan (Obmann Stv. Wirtschaftsforum), Angela Fichtinger (Nationalratsabgeordnete), Mag. Konstantin Lütgendorf (Kommandant TÜPl Allentsteig)
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  • Mag. Martin Jawurek (Militärkommandant NÖ), KR Christof Kastner (Obmann Wirtschaftsforum Waldviertel), Mag. Kurt Hackl (Vizepräsident Wirtschaftskammer NÖ), Birgit Trojan (Obmann Stv. Wirtschaftsforum), Angela Fichtinger (Nationalratsabgeordnete), Mag. Konstantin Lütgendorf (Kommandant TÜPl Allentsteig)
  • hochgeladen von Katrin Pilz

ALLENTSTEIG. Mit dem Truppenübungsplatz (TÜPl) Allentsteig/Lager Kaufholz wurde dieses Jahr ein ganz besonderer Veranstaltungsort für die 8. Waldviertler Jobmesse am 28. und 29. September gewählt. Insgesamt 78 Top-Betriebe aus allen Waldviertler Bezirken präsentierten sich und informierten über Berufsbilder, freie Stellen, Lehrstellen und Praktikumsplätze.

Im Waldviertel fehlen immer mehr Arbeitskräfte. Vor allem junge Menschen wandern in Großstädte ab oder pendeln. Um der Abwanderung und dem damit verbundenen Arbeitskräftemangel entgegenzuwirken, veranstaltet das Wirtschaftsforum Waldviertel (WFWV) seit 2011 die Jobmesse. Sinn der Initiative ist es, mehr Transparenz in den Waldviertler Arbeitsmarkt zu bringen. Die Zielgruppe sind Schüler ab der 8. Schulstufe, Lehrstellen- und Arbeitsuchende, Pendler und Rückwanderungswillige.

WFWV-Obmann Christof Kastner bezeichnete die Tatsache, dass bis 2030 ca. 15.000 Personen im arbeitsfähigen Alter aufgrund von Abwanderung fehlen werden, als eine „dramatische Entwicklung.“ Das Waldviertel müsse wirtschaftlich attraktiver gemacht werden, vor allem durch Initiativen wie die Jobmesse. Nationalratsabgeordnete Angela Fichtinger ist überzeugt, dass das Waldviertel in Zukunft weiterhin „stark und engagiert auf den Beinen steht, aber immer wieder bemerkbar machen wird, dass es die Unterstützung aus dem Land braucht."

Der Ansturm auf die Messe war auch dieses Jahr wieder groß. Über 3.500 Interessierte, davon 1.100 Schüler, ließen sich von den ausstellenden Unternehmen vor Ort über Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten beraten. Auch das Bundesheer nutzte die Veranstaltung als Gelegenheit, um Werbung für sich als ein sicherer Arbeitgeber zu machen. In den Werkstätten konnten die Jugendlichen in verschiedene Lehrberufe hineinschnuppern und unter fachkundiger Anleitung selbst Werkstücke herstellen. Weitere Programmpunkte waren die Präsentation des Brandschutzzuges der Feuerwehr und eine Vorführung der Militärhunde.


KOMMENTAR

Waldviertel braucht Arbeitskräfte

Die Abwanderung ist ein Problem im Waldviertel. Vor allem Jugendliche sind oft schlecht informiert und suchen einen Arbeits- oder Lehrstellenplatz in Großstädten, da sie meinen, in der Region gäbe es sowieso keine Berufschancen für sie. Die Jobmesse will diesen Irrglauben bekämpfen und helfen, einen Überblick über den Waldviertler Arbeitsmarkt zu bekommen. Sie bietet jungen Menschen und allen anderen Interessierten die Möglichkeit, Unternehmen aller Branchen kennenzulernen und erste Kontakte zu potentiellen Arbeitgebern zu knüpfen.

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