Edelhof lockte die Massen

Die landwirtschaftlichen Schulen am Edelhof hatten am Sonntag wieder zum Tag der offenen Tür eingeladen. In diesem Jahr stand das Fest ganz im Zeichen des Weltmilchtages.
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  • hochgeladen von Michaela Seyer

ZWETTL(ms). Frühmorgens um 7 Uhr geht es los. Normalerweise. Manchmal auch früher, je nachdem, was gerade ansteht. Wie lange der Arbeitstag dauert, weiß man vorher selten, 60-Stunden-Wochen gehören zum Alltag. Aber Dominik Millner, Christian Riegler, Michael Leopold und Gerald Nagelmair stört das nicht. Sie haben sich für eine Zukunft in der Landwirtschaft entschieden, absolvieren derzeit ihre Ausbildung am Edelhof. Mit ihrer Entscheidung stehen die vier nicht alleine da. Der Edelhof ist beliebt – bei Burschen und auch bei Mädchen. Hunderte Besucher nutzten daher am Sonntag die Gelegenheit, sich beim Tag der offenen Tür im Schulzentrum umzusehen und an sage und schreibe 34 Stationen einen Blick hinter die Kulissen der landwirtschaftlichen Fachschulen mitsamt ihren tierischen Bewohnern, all ihren Aktivitäten und auch kulinarischen Spezialitäten zu werfen. “Dank gutem Wetter sind noch mehr Besucher vorbeigekommen, als im vergangen Jahr”, freuen sich die Schulleiter Hans Graf, Erna Stiermeier und Karl Deimel. Landtagsabgeordneter Franz Mold schaute persönlich vorbei, auch Stadträtin Andrea Wiesmüller und Maschinenring-Obfrau Renate Schrenk waren gekommen, Sepp Edlinger (Absolventenverein), Vertreter der Bauernkammer, von NÖ Genetik, der Bäuerinnen des Bezirkes als auch Obmann Hans Krendl und Geschäftsführer Leopold Gruber-Doberer von der Milchgenossenschaft NÖ sowie Milchkönigin Silvia I. In diesem Jahr stand das Fest nämlich ganz im Zeichen des Weltmilchtages. Damit drehte sich alles um das “weiße Gold” und den Weg der Milch von der Kuh auf den Frühstückstisch.

Nachgeschenkt

Jetzt muss die Kuh alles geben!

Am 1. Juni ist Weltmilchtag. Bundesweit luden Milchbauern auf ihre Höfe und in die Kuhställe ein und zeigten wie sie ihre Kühe halten, füttern und melken. Auch der Edelhof unterstützte den Dialog mit den Konsumenten bei seinem Tag der offenen Tür. Milch ist ernährungsphysiologisch ein gesundes und hochwertiges Nahrungsmittel, das auch als mineralstoff- und eiweißreiches Fitnessgetränk im Schulalltag, Beruf und Sport geschätzt wird. Doch die österreichische Milchwirtschaft steht wegen des Auslaufens der Milchquote mit Ende März 2015 vor großen Herausforderungen. Ab 1. April gibt es keine Milchkontingente mehr. Wie sich Produktion und Preis entwickeln, ist zurzeit noch umstritten. Vor allem kleinere Bauern befürchten einen Preisverfall durch große Milchmengen. Die MGN erwartet eine Preisrallye: „Das wird natürlich eine ganz schwierige Situation. Steigt der Preis, dann wird europaweit die Produktion steigen. Bis zu einem Punkt, wo die Mengen wieder zu viel sind, dann geht der Preis wieder nach unten und dann gehen auch die Mengen wieder nach unten. Diese Wellenbewegungen werden wesentlich häufiger werden“, so Leo Gruber-Doberer, Geschäftsführer der Milchgenossenschaft NÖ und damit Vertreter von 3.500 der insgesamt 5.300 Milchbauern des Landes.

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