Aug in Aug mit dem Hund

BEZIRK ZWETTL (bs). Ob in der Stadt, auf Waldwegen oder am Bach: In der warmen Jahreszeit kommt es besonders oft zu Begegnungen zwischen Passanten, Autofahrern, Sportlern, Kindern und Hunden. Nicht immer verlaufen diese Begegnungen reibungslos. Denn während sich der Großteil der Hundehalter an die gültigen Regeln hält, gibt es immer mehr „Rebellen“, die nichts von Leinenpflicht oder Beißkorb halten. Ein Lokalaugenschein.

Dorfbewohner leiden

Ein Fall aus der Praxis wurde unlängst der Bezirksblätter-Redaktion aus einem 50-Seelen-Dorf im Bezirk Zwettl zugetragen. Zwei kleine Hunde traktieren dort alle Dorfbewohner mit ihrem Bellen, Keifen und Kot – vom Spielplatz über Hauseinfahrten bis hin zu offen stehenden Garagen. Die Besitzer zeigen sich gegen alle Beschwerden bislang resistent.
Die Amtstierärztin sieht in solchen Fällen nur eine Anzeige als Möglichkeit, dem auch offiziell nachgehen zu dürfen. Sie moniert jedoch, dass im Bezirk der überwiegende Teil der Hunde nach wie vor nicht gechipt ist. Demnach sind es "nur" 3346 Hunde, die im Bezirk Zwettl beheimatet sind.

Spielerisches Lernen

"Bei uns lernen die Hunde mit unseren geprüften Trainern spielerisch und mit positiver Bestätigung die wichtigsten Kommandos wie an lockerer Leine zu gehen, sich hinzusetzen oder hinzulegen", so Carina Grimus von der Hundeschule "Hundesportverein Waldviertel Mitte". Aber auch auf diverse Alltagssituationen, wie richtiges Spielen oder sinnvolle Beschäftigung mit dem Hund, wird in Welpen- und Junghundekursen eingegangen.

Leinen- und Beißkorbpflicht

Gemäß dem NÖ Hundehaltegesetz besteht für Hunde mit erhöhtem Gefährdungspotenzial sowie für auffällige Hunde insbesondere an öffentlichen Orten im Ortsbereich immer Leinen- UND Maulkorbpflicht. Zu den Hunden mit Gefährdungspotenzial gehören die Rassen Bullterrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier, Dogo Argentino, Pitbull, Bandog, Rottweiler und Tosa Inu samt diverser Kreuzungen (Mischlinge). Für alle sonstigen Hunde besteht lediglich Leinen- ODER Beißkorbpflicht.

Gemeinde-Appell

Der Bürgermeister der Stadtgemeinde Groß Gerungs, Maximilian Igelsböck, appelliert auf Bezirksblätter-Anfrage, sich eine Hunde-Anschaffung im Vorfeld gut zu überlegen. Denn für Igelsböck wird der räumliche Bedarf der Vierbeiner vom Halter oft unterschätzt: "Dann führt der Auslauf auf öffentlichen Wegen und Plätzen tatsächlich zu einem Spannungsfeld in der Gesellschaft." Igelsböck schlägt betroffenen Hundehaltern vor, sich zu Gemeinschaften zusammenzuschließen und ein Grundstück zu pachten, um für entsprechende Auslaufmöglichkeiten zu sorgen.

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