Bezirk Zwettl
Die Großmutter bedroht

Landesgericht Krems.
  • Landesgericht Krems.
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Die junge, psychisch kranke Frau aus dem Bezirk stand in Krems vor einem Schöffengericht und musste sich wegen Raubes, schwerer Nötigung und Widerstands gegen die Staatsgewalt verantworten. Die Anklage warf der 26-Jährigen vor, am 25. August 2019 in der Wohnung ihrer Großmutter dieser ihre Goldkette vom Hals gerissen, sie mit einem Messer bedroht und genötigt zu haben. Am 30. August sei sie dann mitten auf der Fahrbahn herumgesprungen und habe Autos aufgehalten. Die gerufenen Polizeibeamten sowie den Amtsarzt habe sie bedroht, um sich getreten und sich so gegen die Verabreichung einer Beruhigungsspritze und den Transport in die Psychiatrie gewehrt.

Der psychiatrische Gutachter sprach von einer schwierigen Kindheit, von schwerem Alkohol- und Drogenmissbrauch seit früher Jugend und einer daraus resultierenden schweren Persönlichkeitsstörung der Frau.

Sie sei zum Tatzeitpunkt auf Grund einer Psychose bedingt durch jahrelangen Alkohol und Medikamentenmissbrauch nicht zurechnungsfähig gewesen. Er führte aus, dass die junge Frau auf die medikamentöse Behandlung in der Klinik Mauer gut anspreche und auch jetzt bei der Verhandlung einen klareren Eindruck vermittle, als vor Monaten. Ohne Medikamente sei die medizinische Prognose aber schlecht.

Es gebe eine Zusage sie in einer betreuten Wohngemeinschaft unterzubringen, in der auch psychiatrische Behandlung, die medikamentöse Gabe und Kontrolle sowie Beschäftigung gegeben seien, führte der Rechtsbeistand der Beschuldigten aus.
Die 26-Jährige selbst gab bei der Befragung an, dass sie nun wisse, dass sie krank sei und Behandlung brauche. Sie habe sich mit der Oma ausgesprochen. Sie fühle sich jetzt viel besser.

Eine Betreuerin, die den Lebensgefährten der Großmutter unterstützt und in der Wohnung der Großmutter anwesend war, bestätigte mittels Dolmetsch die Vorwürfe der Anklage. Sie sagte aus, dass die Beschuldigte an dem Tag seit der Früh Bier, Wein und Schnaps getrunken habe.

Nach kurzer Beratung des Schöffengerichts wurde die Einweisung in eine Anstalt für abnorme Rechtsbrecher bedingt mit einer fünfjährigen Probezeit nachgesehen. Die Auflagen des Gerichts dafür sind unter anderen die Unterbringung in einer Betreuungseinrichtung, Bewährungshilfe, psychiatrische Behandlung und Therapie, fachärztliche Behandlung, Medikamentengabe und –kontrolle sowie ein vierteljährlicher Kontrollbericht an das Gericht. Rechtskräftig. -Kurt Berger

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