Wasserrettung Allentsteig
Experte gibt Tipps für sicheres Baden (+Video)

Der Stausee Ottenstein ist ein beliebtes Ausflugsziel. Er birgt aber auch viele unsichtbare Gefahren.
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  • Der Stausee Ottenstein ist ein beliebtes Ausflugsziel. Er birgt aber auch viele unsichtbare Gefahren.
  • Foto: Robert Trakl
  • hochgeladen von Bernhard Schabauer

Allentsteiger Wasserretter Reinhard Tauber gibt Einblick in die Tätigkeit und Tipps für den sicheren Badespaß.

ALLENTSTEIG. Mit einem unglaublich großen Einzugsgebiet, welches sich über die Bezirke Zwettl, Horn, Gmünd und Waidhofen/Thaya erstreckt, sorgt die Wasserrettung Allentsteig für die "Erste Hilfe" bei Wasserunfällen. Sie wird bei Personensuchen ebenso gerufen, wie bei sonstigen Notfällen am Wasser. Wir haben den Obmann der Allentsteiger Wasserrettung zum Interview getroffen.

BEZIRKSBLÄTTER: Stellen Sie uns die Wasserrettung Allentsteig einmal kurz vor.
REINHARD TAUBER: "Grundsätzlich sind wir ein Randbereich im Rettungswesen. Wir waren eine der ersten Wasserrettungen im ländlichen Bereich. Mein Vorgänger, Ehrenpräsident Zeilinger, hat die Niederlassung in Allentsteig aufgebaut – er hat hier wirklich Pionierarbeit geleistet. Wir arbeiten zu 100 Prozent ehrenamtlich und setzen teilweise auch unsere private Ausrüstung ein."

Mit der Wasserrettung verbinden in unserer Region viele Menschen diverse Einsätze am Stausee. Warum ist dieser so gefährlich?
"Er hat tatsächlich ein großes Gefahrenpotenzial. Bei jungen Leuten sind die Sprünge von den Felsen beliebt, bei Schwimmern etwa die Überquerungen. Daher versuchen wir wirklich zu sensibilisieren und davor zur warnen, denn beispielsweise ein Krampf löst schnell Panik aus. Aber auch die Strömungen darf man ebenso wenig unterschätzen wie das Erschrecken vor großen Fischen."

Welche Tipps haben Sie daher für den sicheren Badespaß zu Hause und am See?
"Was die Seen betrifft, immer langsam ins Wasser gehen; Alkohol und Drogen haben nichts mit dem Schwimmen zu tun; die Schwimmer sollten eine realistische Selbsteinschätzung haben; die Bootsfahrer erhöhte Wachsamkeit üben. Für zu Hause bei Pools gilt etwa, Kinder nie unbeaufsichtigt lassen – die kleinsten Planschbecken sind oft die größte Gefahr. Eltern sollten ihre Kinder an das Schwimmen heranführen, dann aber trotzdem einen Kurs mit ihnen besuchen."

Wie laufen die Einsätze ab und wie gehen Sie und Ihre Truppe mit schwierigen Situationen um?
"Wir sind die schnelle Truppe, also sehr schnell am Einsatzort und schnell bei der Suche. Die Feuerwehren kommen dann für die lange Suche hinzu. Mittlerweile herrscht hier ein sehr gutes Zusammenspiel.
Jeder Einsatz wird im Team nachbesprochen und verarbeitet. Eine Routine gibt es dabei nie."

Welche Voraussetzungen müssen Interessierte für die Wasserrettung mitbringen?
"Jeder, der vor dem Wasser keine Angst hat, kann bei uns einen Beitrag leisten. Verlässlichkeit, Teamfähigkeit und Engagement sind das Wichtigste. Leute mit Ausbildungen werden genauso gerne aufgenommen, wie jene ohne Erfahrung. Im Idealfall finden sich ein paar Leute aus Zwettl oder Horn, um auch Zweigstellen zu errichten und so noch schneller an den Einsatzorten zu sein."
Ein Mail an die Wasserrettung Allentsteig genügt: allentsteig@wasser-rettung.at

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