Landesgericht Krems
Haus der Eltern in Brand gesteckt?

Auf unbestimmte Zeit vertagt.
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  • hochgeladen von Kurt Berger

Am Kremser Landesgericht musste sich eine 22-jährige Frau vor einem Schöffensenat wegen Brandstiftung verantworten. Die Staatsanwaltschaft warf ihr vor, am 14. November 2020 im Haus ihrer Eltern im Bezirk Zwettl, in dem sie auch wohnte, durch Einbringung einer Zündquelle im Schlafzimmer eine Feuersbrunst verursacht zu haben. Die Flammen waren laut Sachverständigem von einem Kleiderstapel ausgegangen.

Kein Vorsatz

Die Verteidigung führte aus, dass es nur im Schlafzimmer der Wohnung im Haus gebrannt habe, von einer Feuersbrunst deshalb keine Rede sein könne. Zudem habe seine Mandantin zuerst versucht den Brand mit einem Feuerlöscher zu löschen. Nachdem ihr dies nicht gelang, habe sie selbst die Feuerwehr gerufen. Ein vorsätzliches Legen des Feuers liege nicht vor.

Widersprüche

Die Aussagen der Beschuldigten waren unzusammenhängend und widersprüchlich. Sie sei im Wohnzimmer eingeschlafen und erst durch die Flammen geweckt worden. Danach hatte sie ihrem Freund mitten in der Nacht, der einige Zeit vorher nach einem Streit nach Hause gefahren war, Nachrichten übermittelt, dass er zurückkommen solle. Dieser sah die Messages jedoch nicht, da er bereits schlief. Einmal sagte sie, dass sie nicht im Schlafzimmer rauche, dann wieder, dass sie manchmal Zigaretten im Aschenbecher im Schlafzimmer ausdämpfe.

Gutachten

Insgesamt hinterließ sie bei Gericht einen zerfahrenen und verwirrten Eindruck. Nach kurzer Beratung entschieden die Schöffen, dass ein ärztliches Gutachten über den körperlichen und geistigen Gesundheitszustand der Angeklagten eingeholt werden müsse. Zudem soll noch die genaue Schadenssumme, die das Feuer anrichtete, eruiert werden. Die Richterin vertagte die Verhandlung auf unbestimmte Zeit. -Kurt Berger

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