„Holzmobilisierung – der Waldviertler Kiefer soll geholfen werden!“

LAbg. Franz Mold, Dr. van Herwijnen, Hermann Neulinger, DIng. Susanne Formanek, Ing. Herbert Grulich, DIng. Johann Sandler (v.l.).
  • LAbg. Franz Mold, Dr. van Herwijnen, Hermann Neulinger, DIng. Susanne Formanek, Ing. Herbert Grulich, DIng. Johann Sandler (v.l.).
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Bernhard Schabauer

Was für die Zirbe österreichweit und international gelungen ist, soll auch für die heimische Weißkiefer gelingen! Mehr Verwendung im Hausbau und Wohnbereich, Anregungen zu innovativen Produkten, bessere Vermarktungschancen und bessere Holzpreise für die Waldbesitzer.
Selbstverständlich gilt auch hier: „des einen Freud – des anderen Leid“ (Beispiel Rundholzpreise…)
Die Idee kommt von einer „Waldviertler Holzpionierfamilie“, der Tischlerei Neulinger aus Roiten bei Rappottenstein. Zahlreiche Studien bestätigen bereits seine Initiative – einiges gilt es sicher noch zu erforschen…
Bei der Politik fielen die ersten Anregungen sofort auf „fruchtbaren Boden“ – Landtagsabgeordneter Franz Mold (Stadtrat in Zwettl) und Inge Rinke aus Krems sagten spontan ihre Unterstützung zu. Für die Ausbildung in der Land- und Forstwirtschaft ist die Weißkiefer (lat.: pinus silvestris) schon lange ein Thema – ist diese ja auch bekannt als „Brotbaum der Sandböden“. Nicht erst seit dem Feststellen der Klimaveränderungen mit Niederschlagsdefiziten und anderen „Hemmschuhen“…
Nach Einbindung der Wissenschaft durch die Universität für Bodenkultur in Wien und Tulln, nach Gesprächen mit der Forstabteilung der NÖ Landesregierung und der NÖ Landwirtschaftskammer und nach Kontakten zur Wirtschaftsagentur „Eco plus“ in Niederösterreich stand fest: „Wir starten die Initiative“!
Diplomingenieurin Susanne Formanek vom „Bau.Energie.Umwelt Cluster NÖ“, Dr. Erik van Herwijnen – „WoodKplus“ in Tulln, Hermann Neulinger sen. aus Roiten und Ing. Herbert Grulich - Abt. LF2/LAKO bzw. LFS Edelhof organisierten nach ersten Arbeitsgruppen einen ersten „Sondierungsworkshop“ an der Fachschule Edelhof bei Zwettl mit dem Titel: „Kiefernholzverwendung – Mehrwert durch (wissenschaftliche) Erkenntnisse?“
Landtagsabgeordneter Franz Mold begrüßte die mehr als 30 VertreterInnen aus allen angesprochenen Bereichen, die am 13. Jänner 2014 über die Grundlagen und Entwicklungen in diesem Zusammenhang informiert wurden.
Motivation:
Daran fehlt es allen Beteiligten sicher nicht – Herbert Grulich fasste mögliche Sichtweisen und Aspekte aus den Bereichen Bildung (Waldbau – Standortslehre - Holzverwendung…), aus der Gemeindepolitik („Nahversorgung“ – Holzverwendung – Arbeistplätze…) und aus verschiedenen anderen Initiativen (Klimabündnis – Klima- und Energiemodellregionen – Waldausstattung der Kleinwaldbesitzer – Waldwirtschaftsgemeinschaften u.a.) zusammen.
Den Ideen und Beweggründen von Hermann Neulinger lauschten die Zuhörer besonders interessiert! Das Schlafsystem „LADINA“ und weitere Produkte aus Zirben- und Kiefernholz wurden präsentiert.
Wissenschaft: Dr. Erik van Herwijnen referierte über wichtige Eigenschaften der Weißkiefer – alleine schon die vielen Namen wie Waldkiefer, Rotföhre, Waldföhre, Federn, Forle oder Kienbaum inspirierten zu mehr…
Rohdichte, Schwindmaß, Festigkeitseigenschaften, Harzgehalt, Tränkbarkeit sind nur einige Kennwerte, bei denen die Weißkiefer im Vergleich zur Schwarzkiefer oder Zirbe oder Fichte sehr gut abschneidet. Ähnlich der Zirbe hat die Weißkiefer möglicherweise größere Auswirkungen auf das Wohlbefinden und die Gesundheit des Menschen als bisher bekannt.
Forstwirtschaft:
OFR DIng. Johann Sandler von der LK-Forstabteilung brachte die Zahlen der NÖ. Forstwirtschaft den Zuhörern näher und erläuterte auch die standortkundlichen und waldbaulichen Vorzüge – aber auch Probleme der Weißkiefer. Den Klimaveränderungen muss und wird die Forstwirtschaft Rechnung tragen – für die Fichte wird es in vielen Regionen niederösterreichs problematisch werden – „Ersatz“ kann unter anderem auch die Weißkiefer sein.
Beim Workshop nach den Vorträgen wurden viele interessante Ideen für weitere notwendige Maßnahmen gesammelt! Abschließend ein herzlicher Dank dem Moderator DI Stefan Liebert, Geschäftsleiter Cluster NÖ. und DI Susanne Formanek, die über den Aufbau eines Netzwerkprojekte und Serviceleistungen des „Bau.Energie.Umwelt Clusters NÖ“ referierte.

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