Landesgericht Krems
„Keine Arbeit wegen Corona, da gingen wir einbrechen“

Einbrecher am Landesgericht verurteilt.
  • Einbrecher am Landesgericht verurteilt.
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Wer‘s glaubt wird selig, aber so verantwortete sich der 26-jährige rumänisch-moldawische Staatsbürger vor einem Schöffensenat unter Vorsitz von Richterin Monika Fasching-Lattus am Kremser Landesgericht. Die Anklage warf ihm schweren, gewerbsmäßigen Diebstahl durch Einbruch in den Bezirken Zwettl und Gmünd vor.

Gebäude und Wohnhaus

Der Beschuldigte war mit einem Mittäter, der noch gesucht wird und den sein Verteidiger Peter Philipp als Chef und Drahtzieher der Aktionen bezeichnete, von Juni bis Juli 2020 unter anderem in den Ortschaften Alt-Weitra, Jagenbach und Engelstein aktiv gewesen. Die Täter waren in Gebäude und Garagen eingedrungen und hatten vor allem Werkzeuge und Geräte gestohlen; teils blieb es beim Versuch. In einem Fall betraten sie jedoch auch ein Wohnhaus. Dies wird vom Gesetzgeber wesentlich härter bestraft als das Eindringen in Gebäude und war somit wesentlich für das zu erwartende Strafausmaß.

Tresore geknackt

In einem Gebäude in Jagenbach, in dem drei Firmen untergebracht sind, waren die Täter besonders erfolgreich. Aus einem Tresor erbeuteten sie Bargeld in der Höhe von über 100.000 Euro. In Alt-Weitra knackten sie ebenfalls einen Tresor mit zirka 16.000 Euro Bargeld. Auch diverse kleinere Beträge sowie einen Autoschlüssel ließen sie bei der Tour mitgehen.

20.000 Euro als Anteil

Der Angeklagte berichtete auf Nachfrage, dass er lediglich insgesamt 20.000 Euro bekommen habe und nur als Aufpasser tätig gewesen sei. Mit einem Teil habe er Schulden bezahlt, einen Großteil seinem Komplizen überlassen, damit dieser das Geld seiner Familie zukommen lasse. Diese habe jedoch bis jetzt keinen Cent erhalten. Als der Angeklagte in Tschechien verhaftet wurde, hatte er noch 5300 Euro bei sich, die konfisziert, jedoch bis heute noch nicht an die österreichischen Behörden übermittelt wurden.

Kriminaltourismus
Staatsanwalt Franz Hütter forderte eine Strafe, die als generalpräventiv gewertet werden kann, „das ist Kriminaltourismus in Reinkultur“. Das Urteil des Schöffensenats für den bisher unbescholtenen und sehr reumütigen Angeklagten: 18 Monate Haft, davon 12 Monate bedingt auf drei Jahre. Nicht rechtskräftig. -Kurt Berger

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