Landesgericht Krems
Showdown bei der Künette

Bedingte Haft wegen schwerer Körperverletzung.
  • Bedingte Haft wegen schwerer Körperverletzung.
  • Foto: Kurt Berger
  • hochgeladen von Kurt Berger

Tatort war eine Baustelle im Bezirk Horn, das Opfer lebt im Bezirk Zwettl, die Verhandlung fand am Landesgericht Krems statt. Ein 56-jähriger LKW-Lenker musste sich wegen schwerer Körperverletzung verantworten. Er hatte im Zuge eines Streits einem 24-jährigen Bauarbeiter einen Faustschlag ins Gesicht versetzt.

Schwere Verletzungen

Das Opfer erlitt einen Bruch der Augenhöhle sowie des Jochbeins. Dessen Anwältin, Kristina Venturini, forderte für ihren Mandanten 3000 Euro Schmerzensgeld. Der Verteidiger des Angeklagten wollte jedoch nur 1000 Euro akzeptieren. Diesen Betrag händigte der Beschuldigte im Gerichtsaal in bar aus. Der Verteidiger führte aus, dass sich sein Mandant schuldig bekenne, allerdings sei er vom Opfer durch einen Schlag auf den Hinterkopf provoziert worden und dieses trage eine Mitschuld am Vorfall.

Fahrverbot ignoriert

Ein Zeuge schilderte den Streit im April 2021: „Wir haben eine Künette gegraben. Der Beschuldigte fuhr mit dem Lkw vorbei zu seiner Baustelle. Dann stellten wir eine Fahrverbotstafel auf, die der Angeklagte ignorierte. Das Opfer wies den Lkw-Fahrer darauf hin, dass er nicht mehr vorbeifahren könne. Darauf stieg dieser aus, es entspann sich ein Wortgefecht.

Faustschlag

Der Angeklagte wischte mit dem Zeigefinger dem Opfer zuerst die Brille von der Nase. Als dieser protestierte, versetzte er ihm einen Faustschlag ins Gesicht, ging weg und fuhr davon, ohne sich um den Verletzten zu kümmern. Wir verständigten die Rettung, die den Verletzten ins Klinikum Horn brachte. Den Schlag auf den Hinterkopf des Beschuldigten kann ich nicht bestätigen.“

Angeklagter und Opfer servierten unterschiedliche Versionen des Geschehens. Auch ein Überwachungsvideo des Vorfalls wurde gezeigt. Die Richterin sah keine Mitschuld des Opfers und verurteilte den bisher unbescholtenen Lkw-Fahrer zu 15 Monaten bedingter Haft. Die restliche Forderung des Opfers verwies sie auf den Zivilrechtsweg. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. -Kurt Berger

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