"Tickende Zeitbomben"
SPÖ fordert mehr Schulbusse

Gemeinderätin Doris Widhalm und Landtagsabgeordneter Josef Wiesinger, SPÖ.
  • Gemeinderätin Doris Widhalm und Landtagsabgeordneter Josef Wiesinger, SPÖ.
  • Foto: Thomas Widhalm SPÖ NÖ
  • hochgeladen von Katrin Pilz

Überfüllte Schulbusse sorgen für Ärger bei der SPÖ. Sie fordert zusätzliche Busse für den Schülerverkehr.

BEZIRK ZWETTL. In Zwettl und anderen Waldviertler Gemeinden sind allmorgendlich überfüllte Schulbusse in Zeiten von Corona Grund für Diskussionen. Viele Eltern sorgen sich um die Gesundheit ihrer Kinder. So auch die stellvertretende Bezirksvorsitzende der SPÖ Bezirk Zwettl Doris Widhalm, die berichtet: "Meine schulpflichtige Tochter erzählt mir fast täglich von überfüllten Bussen zum Beispiel bei den Linien Stift Zwettl - Zwettl - Schwarzenau. Es kommt sogar vor, dass Schüler bei diversen Haltestellen aus dem Bus müssen, um anderen Passagieren den Ausstieg zu ermöglichen."

Falsche Prioritätensetzung

Kritik kommt auch von SP-Bezirksvorsitzendem Herbert Kraus: "Es wurden im schulischen Bereich verschiedenste Maßnahmen im Kampf gegen Covid-19 gesetzt, die aber alle obsolet sind, wenn sich Schüler in überfüllte Busse zwängen müssen."

Die SP-Abgeordneten Rudolf Silvan und Josef Wiesinger bezeichnen die vollgestopften Schulbusse als "tickende Zeitbomben" und verlangen ein "verantwortungsvolles Corona-Management" von VOR. Silvan kritisiert zudem eine falsche Prioritätensetzung seitens des Bundes. "Es fehlt der rote Faden, vieles läuft chaotisch ab. Anstatt sich drängenden Problemen wie den überfüllten Schülerbussen zu widmen, diskutiert man seit Monaten über das 1-2-3-Ticket", so Silvan. 

Für Wiesinger ist es unverständlich, dass in Anbetracht der Vorsichtsmaßnahmen und Einschränkungen, die im Sinne der Pandemie-Eindämmung verhängt werden, es "offensichtlich für ungefährlich erachtet wird, wenn Kinder dicht gedrängt in den Bussen stehen oder sich zu dritt in eine Sitzreihe zwängen". Die SPÖ-Mandatare fordern deshalb im Bezirk Zwettl sowie NÖ-weit zusätzliche Busse für den Schülerverkehr.

MNS ist Pflicht

Vonseiten des VOR erläutert Pressesprecher Georg Huemer: "Die sichere und professionelle Abwicklung der Schülerbeförderung stellt im Zusammenhang mit der aktuellen Gesundheitskrise eine besondere Herausforderung für den VOR, seine Partner aber auch für Eltern, Lehrer und die Schüler selbst dar. Wir erhalten immer wieder Rückmeldungen in Bezug auf vermeintlich überfüllte Busse und sehen uns die Situation jeweils individuell an." Bei tatsächlichen Kapazitätsengpässen werde versucht, geeignete Lösungen zu finden.

Im Hinblick auf die Beschwerden, dass der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, verweist Huemer auf Paragraph 1 der Covid-19 Verordnung, in der öffentliche Verkehrsmittel in Bezug auf den Mindestabstand dezidiert ausgenommen sind: "Ist auf Grund der Anzahl der Fahrgäste sowie beim Ein- und Aussteigen die Einhaltung des Abstands von mindestens einem Meter nicht möglich, kann davon ausnahmsweise abgewichen werden", heißt es darin. Gerade deshalb sei das Tragen des vorgeschriebenen Mund-Nasen-Schutzes sehr wichtig.

Keine Öffi-Cluster

Weiters betont der Pressesprecher, dass sich unter den abgeklärten Corona-Clustern keine Fallhäufungen auf die Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln zurückführen lassen. Dies bestätigte kürzlich AGES (Österreichische Agentur für Ernährungssicherheit).

"Soviel zu dem aus meiner Sicht nicht unbedingt übermäßig seriösen und lösungsorientieren Wording mancher Player", meint Georg Huemer abschließend. "Im Zusammenhang mit den umfangreichen Hygienemaßnahmen der Verkehrsunternehmen ist und bleibt der öffentliche Verkehr die sicherste Form der Mobilität."

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