Coronavirus
Zwangsferien für die Schüler

Alle Schulen des Landes sind vorläufig bis Ostern geschlossen.
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Aufgrund der Sicherheitsvorkehrungen gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus wurden alle Schulen geschlossen.

BEZIRK ZWETTL (bs). Bundeskanzler Sebastian Kurz hat die Bevölkerung täglich mit neuen Beschlüssen und Erlässen aufgrund des Coronavirus informiert – eine von den vielen Einschränkungen, mit denen wir aktuell leben müssen, sind die Schul- und Kindergartenschließungen. Alle Schüler und Kindergartenkinder sollen zuhause bleiben und nur in die Betreuungsstätten gebracht werden, wenn keine Beaufsichtigung möglich ist. Dies wäre zum Beispiel der Fall, wenn die Eltern im Pflege- oder Krankendienst oder im Exekutivbereich arbeiten würden. Zu den Großeltern, wohin die Kinder in allen anderen Fällen gebracht werden würden, sollen diese in Zeiten des Coronavirus auf keinen Fall gebracht werden. Denn die ältere Generation ist jene, die etwaige Infektionen am schwersten treffen.

Schüler gut informiert

Die Schüler im Bezirk Zwettl wurden laut diversen Schulleitern und Direktoren, die die Bezirksblätter in einem Rundschreiben um ihre Einschätzung der Situation gebeten haben, gut informiert und auf diese außergewöhnliche Situation vorbereitet.
Bei den Kleinsten, etwa in der Volksschule Friedersbach, werden 32 von 34 Schüler zuhause betreut. Die Kommunikation mit den Eltern erfolgt via E-Mail bzw. der Plattform Schoolfox.
In der öffentlichen Volksschule in Zwettl, wo rund 170 Schüler betroffen sind, wurde im Vorfeld auf aufklärende Gespräche mit den Kindern gesetzt und Eltern über die Situation und Betreuungsmöglichkeiten schriftlich und online informiert: "Die Eltern sind insgesamt sehr positiv und kooperativ zu den Maßnahmen eingestellt", so die Direktorin Heidi Rosenmayr.
Im Polytechnikum Zwettl etwa wird auf die "Eduthek", eine Online-Lern-Plattform, die das Ministerium zur Verfügung stellt, zurückgegriffen.
Mit den rund 150 Jugendlichen bzw. bereits Erwachsenen Schülern in der Handelsakademie Zwettl erfolgt der Kontakt ebenfalls über das elektronische Klassenbuch, die Schul-Website, E-Mail und soziale Netzwerke. Für die Maturanten heißt es auf eigenverantwortlicher Basis weiterarbeiten: "Die Vorbereitungen, im Speziellen die Diplomarbeiten, werden fortgesetzt, da diese ohnehin in Kleingruppen und in der Eigenverantwortung der Schüler erstellt werden. Der Kontakt zu den betreuenden Lehrern bleibt selbstverständlich bestehen", gibt Manfred Schnabl dazu Einblick.

Vorteil durch "Expert Schule"

Das Zwettler Gymnasium mit ihren rund 450 Schülern sieht sich laut Direktor Wolfgang Steinbauer für die aktuelle Corona-Krise bestens gerüstet: "Wir sind eine Expert-Schule und daher sehr gut ausgerüstet. Auch die Schüler sind dementsprechend geschult." Zu den Fähigkeiten einer Expert-Schule zählen etwa Lernplattformen, e-Learning, ein elektronisches Klassenbuch, EduFlow – elektronische Informationsübermittlung an Eltern und vieles mehr.
Kritik an den Beschlüssen hört man in diesen Tagen angesichts der sich täglich verschlimmernden Situation kaum. "Auch die Elternvertreter begrüßen die Maßnahmen", weiß etwa Eva Maria Rester, die Leiterin der Polytechnischen Schule in Zwettl.
Und schließlich stehen auch die Schülervertreter hinter dem Vorgehen der Bundesregierung: "Als Vertretung der 220.000 Schüler in Niederösterreich begrüßen wir diese Maßnahme", so Landesschulsprecher Benjamin Koiser. Dieser kritisiert jedoch zugleich, dass nicht jede Schule mit elektronischen Medien ausgestattet worden sei und sich somit die Situation schwieriger handhaben ließe.

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