Straßenverkehr
Große Gefahr für Wildunfälle

Dichter Nebel, schlechte Sicht und derzeit wieder viele aktive Wildtiere sind ein großer Gefahrenmix.
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BEZIRK ZWETTL (bs). Über 28.000 Wildtiere sterben jedes Jahr auf Niederösterreichs Straßen. Und auch zwei Menschen sind vergangenes Jahr bei Unfällen gestorben. Um die Unfallzahlen zu senken setzt der NÖ Jagdverband unter anderem auf Duftzäune und optische Warnmelder. Ein Lokalaugenschein.

Gefahr nach Wäldern

Die Blaulichtorganisationen sowie Jägerschaft sind sich einig: Die wohl größte Gefahr für einen Wildunfall besteht vor und nach Waldgebieten, auf sogenannten Lichtungen. Erschwerend kommen derzeit die äußerlichen herbstlichen Wetterbedingungen, wie letzte Woche in weiten Teilen des Bezirks. Dichter Nebel, nassfeuchte Straßenverhältnisse und herunterfallendes Laub stellen einen wahren Gefahrenmix dar. Wenn dann auch noch ein Wildtier die Fahrbahn kreuzt, ist schnell ein Unfall passiert. Die Verkehrsexperten warnen vor unkontrollierten Ausweichmanövern und mahnen dazu, im Fall der Fälle die Spur zu halten, eine Vollbremsung einzuleiten und das Lenkrad so fest wie möglich zu halten. Jeder von uns kennt im Freundes- oder Bekanntenkreis wohl jemanden, der bereits derartige Erfahrungen machen musste. Auch der Redaktion ist ein Fall bekannt, wo genau das oben beschriebene Verhalten einen schweren Verkehrsunfall verhindert hat.

Problem "Hausstrecke"

Die meisten Verkehrsunfälle passieren auf den landläufig genannten Hausstrecken. Gemeint sind damit jene Straßenabschnitte, die sehr oft, meist täglich, wie etwa von und zur Arbeit, zurückgelegt werden. Hier sinkt die Aufmerksamkeit auf die Nebenerscheinungen rapide, was wiederum im Umkehrschluss ein erhöhtes Unfallrisiko darstellt. Auch der der Redaktion bekannte oben beschriebene Fall (der Lenker möchte nicht genannt werden), hat seinen Wildunfall auf dem Weg zur Arbeit erleben müssen: "Am Ende blieb zum Glück nur ein Blechschaden", so der Beteiligte. Dann bleibt zu hoffen, dass eine entsprechende Versicherung abgeschlossen wurde.

Zur Sache: Richtiges Verhalten
Im Falle eines drohenden Zusammenstoßes mit einem Wildtier sollte stark gebremst und das Lenkrad gut festgehalten werden, denn Ausweichmanöver stellen ein hohes Risiko für die Insassen und andere Verkehrsteilnehmer dar. Sollte es zu Wildunfällen kommen, müssen die Fahrzeuglenker das Fahrzeug abstellen und die Unfallstelle absichern. Nach der Versorgung von verletzten Personen müssen Polizei und im Bedarfsfall die Rettung verständigt werden. Grundsätzlich muss jeder Unfall – also auch wenn das Tier flüchtet – der Polizei gemeldet werden, die den Unfall aufnimmt und die Jägerschaft informiert, die die Bergung übernimmt. Das Tier darf keinesfalls mitgenommen werden.

Dichter Nebel, schlechte Sicht und derzeit wieder viele aktive Wildtiere sind ein großer Gefahrenmix.
Reh und Co sind derzeit wieder auf Wanderung.
Autor:

Bernhard Schabauer aus Zwettl

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