Verkehr Umwelt Region
Diskutieren und investieren – statt betonieren !

Die Diskussion um die internationale Transitschneise, auch als Waldviertelautobahn oder Europaspange bekannt, geht vor allem hinter verschlossenen Türen in St. Pölten weiter. Trotz der Corona-Krisen-Ankündigung von Infrastrukturministerin Gewessler alle Projekte auf „Klima-Verträglichkeit“ zu prüfen wird dieses Monsterprojekt von niederösterreichischer Seite weiter massiv vorangetrieben.

Fakten sprechen für den Bahnausbau

Dass die Argumente für den Bahnausbau sprechen, ist hinlänglich bekannt. Diese werden jedoch seit Jarhzehnten hartnäckig ignoriert und das Steuergeld wird vor allem weiterhin in Straßenprojekte gepumpt. Koste es was es wolle! Gleichzeitig wird hartnäckig verhindert, dass eine Studie zum Vollausbau der Franz-Josefs-Bahn erstellt wird. Die letzte vollständige Ausbaustudie stammt aus dem Jahr 1991. Bei der Argumentation PRO Auto und LKW ist es halt einfacher, deren Leistungsfähigkeit mit einer Bahn zu vergleichen, die auf einer 150 Jahre alten Kurventrasse fährt…

Dabei würden einige Punkte schon reichen um den Unsinn einer Transitautobahn zu erkennen.

Etwa der Bodenverbrauch - im Vergleich von Bahnausbau und Autobahn Betoniererei. Die Hagelversicherung (https://www.hagel.at/initiativen/bodenverbrauch/) weist ja medienwirksam regelmäßig auf die Problematik des ständig steigenden Bodenverbrauchs hin. Wie das im Vergleich von FJB-Ausbau und Transitschneise aussieht zeigt die Grafik.

Bodenverbrauch und Umweltbelastung in der Ökoregion Waldviertel – offenbar kein Thema?

Der Vollausbau der FJB würde aufgrund der vorhanden Trasse (teilweise Begradigungen) und der nur teilweisen Neubaustrecke maximal ein Fünftel des Bodenbedarfs einer LKW-Transitschneise durch unsere Ökoregion erfordern – weitere Informationen finden sich hier: https://www.wko.at/branchen/transport-verkehr/schienenbahnen/Schienengueterverkehr.html
Gerade im Betrieb wäre die Bahn dann weiterhin viel energieeffizienter und würde einen Bruchteil der Umweltbelastung (Lärm, Abgase usw.) der geplanten LKW-Kolonnen verursachen.

Microterminal Vitis - Jetzt

Als Alternative zum LKW gibt es zeitgemäße, ökologischeren Frachttransportmöglichkeiten mittels Microterminals. Wir fordern schon lange eines solchen in Vitis – siehe Link
Facebook Pro FJB - MicroTerminal VITIS

Hier könnte ohne große Investitionen getestet werden, wie das funktioniert und wir könnten als Vorzeigeregion vorangehen statt wie üblich hinterherzulaufen. Die Anlieferung der Container würde per Bahn erfolgen. Die Verteilung und Zubringung zu den Betrieben durch regionale Spediteure. Leider finden sich hier bisher keine regionalen und politischen UnterstützerInnen.

Wer soll das bezahlen?

Als PRO-Bahn-Initiative wird uns seit Jahren die Frage gestellt, wer denn den Bahnausbau finanzieren soll? Dieses Argument kommt im Regelfall von den großen Autobahnbefürwortern. Hier wird dann leider vergessen, dass die Kosten des FJB-Vollausbaues nur mit etwa einem Drittel der Autobahn beziffert werden. Und wer soll die Transitautobahn bezahlen? Das dürfte aber offenbar auch keine Rolle spielen – denn bekanntlicherweise werden die Versprechungen für Investitionen im Waldviertel ja sowieso nicht gehalten….

Warum setzen sich die meisten Mandatare unserer Region trotz dieser offensichtlichen Fakten für eine Transitautobahn ein?
(Jede Menge Argumente warum es keine Autobahn durch das Waldviertel braucht, findet ihr auf der Seite der Plattform Lebenswertes Waldviertel. (https://www.lebenswertes-waldviertel.at/)

Wir informieren auch weiterhin über die Vorteile des Bahnausbaues!

G. Hohenbichler
Initiator Pro FJB

Autor:

Gerald Hohenbichler aus Hollabrunn

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