Zwettl
"Kistenbäume" sorgen für Ärger bei den Grünen

Grüne-Bezirkssprecher Andreas Piringer, Landtagsabgeordnete Silvia Moser, Gemeinderat Günter Widhalm und Stadtrat Ewald Gärber.
  • Grüne-Bezirkssprecher Andreas Piringer, Landtagsabgeordnete Silvia Moser, Gemeinderat Günter Widhalm und Stadtrat Ewald Gärber.
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  • hochgeladen von Katrin Pilz

Die Grünen Bezirk Zwettl luden nach der ersten Sitzung des neuen Gemeinderats zum Pressegespräch. Für heftige Kritik sorgen die neuen "mobilen Bäume" in der Zwettler Innenstadt.

ZWETTL. Ein großer Diskussionspunkt bei der Gemeinderatssitzung war der beschlossene Stadthallenzubau um knappe 190.000 Euro - geplant ist der Zubau einer Lagerhalle für den Gastro-Pächter. "Dass das notwendig ist war klar, nur warum wusste man das nicht bereits bei der Planung? Es gibt nicht mehr Gäste als vorher - hier wurde einfach planungsmäßig unprofessionell gearbeitet", kritisiert Gemeinderat Günter Widhalm. Positiv begrüßt wurde aber der Vorschlag von Energiegemeinderat Wolfgang Huber (ÖVP), am Stadtamt eine Photovoltaikanlage anzubringen und die letzten Ölheizungen in Schulen durch erneuerbare Energien zu ersetzen.

"Bäume zum Gassi gehen"

Großer Ärger herrscht bei den Grünen über die neuen "mobilen Baumkisten" in der Innenstadt, die kranke Bäume ersetzen sollen. "Diese Kistenbäume sind bestenfalls eine Maßnahme zur Verzierung. Sowas anstelle von gesunden Stadtbäumen hinzustellen ist unglaublich und macht mich grantig", äußert Landtagsabgeordnete Silvia Moser ihren Unmut. "Mir kommt vor, wir sind die Einzigen, die mit Experten gesprochen haben. Diese künstlichen Konstrukte sind ein Intensivpflegefall. Man muss ihnen ständig Nährstoffe zuführen und sie intensiv gießen - selbst bei Regen. Auch wird daraus nie ein Baum entstehen, der Schatten spenden kann. Der einzige Vorteil ist, dass der Baum mobil ist und man mit ihm Gassi gehen kann, wenn man will", fügt Widhalm hinzu. Was man brauche sei eine professionelle und fachgerechte Bepflanzung, nur sei das Problem in der Gemeinde, dass bei neuen Projekten "oft nicht mitgedacht wird", so Moser.

Anträge "in der Versenkung verschwunden"

Ein Zukunftsthema in Zwettl wird die Radinfrastruktur sein. Stadtrat Ewald Gärber würde sich mehr Abstellmöglichkeiten für Fahrräder wünschen: "Die Zwettler kaufen vor allem jetzt viele Räder. In der Innenstadt wären intelligent verteilte Radbügel mit jeweils zwei bis drei Stellplätzen wünschenswert. Dafür gäbe es auch einige freie Restflächen, die keine Parkplätze wegnehmen würden."

Viele, teils schon vor Jahren eingereichte, Anträge der Grünen seien jedoch in der Versenkung verschwunden, wie zum Beispiel für zentrumsnahe Wohnmobilstellplätze, eine Stadtbegehung zum Thema Barrierefreiheit und das Aufstellen einer Gedenktafel für jüdische Bürger aus Zwettl, die im Zweiten Weltkrieg ums Leben kamen. "Wir erwarten zumindest eine Ablehnung, aber es kommt einfach nichts", kritisiert Moser.

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