Lesermeinung zur Coronakrise

von Herbert Kolinsky aus Gschwendt

Corona hat uns beinhart und unerwartet aus dem Alltag gerissen. Der „Notbetrieb“ führt uns deutlich vor Augen, auf wen wir gar nicht verzichten können und wer eigentlich viel mehr Wertschätzung verdient – ohne sie hätten wir längst das absolute Chaos.
Corona hat uns nun von 100 auf 0 ausgebremst. Politiker aller Parteien konzentrieren sich derzeit auf die Sacharbeit und suchen gemeinsam nach Hilfspaketen, um rasch und unbürokratisch helfen zu können. Das ist auch gut so, denn je weniger Kollateralschäden jetzt entstehen, umso schneller und schmerzloser wird der Neustart funktionieren.
Immer schneller, immer mehr, immer billiger – diese Devise gilt gerade nicht. Viele haben schon vor Corona gespürt, dass im System so manches faul ist. Zusammenhalt und der Blick auf die wichtigen Dinge im Leben retten uns gerade das Leben. Geld ist plötzlich für niemanden mehr Ziel, vielmehr Mittel, um das Leben danach wieder in geordnete Bahnen lenken zu können.
In der Krise wächst man bekanntlich zusammen. Diese Chance sollte auf internationaler Ebene genutzt werden, um neue Spielregeln für das wirtschaftliche Miteinander abzustecken. Wenn dabei das Gemeinwohl mehr in den Mittelpunkt gestellt wird, kann uns das allen nur guttun. Hohe ökologische und soziale Standards belohnen und vorbildlich agierende Unternehmen wieder wettbewerbsfähig machen, diese Themen könnte man nach der Krise gleich angehen. Amazon & Co sind DIE Krisengewinner - konnte man dieser Tage lesen - ein Unternehmen, bei dem Mitarbeiter in Flaschen pinkeln, weil für Pausen keine Zeit ist – unfassbar eigentlich.
Was können wir als Konsumenten also tun? Schieben wir unsere Wünsche entweder auf, solange der Handel die Rollbalken unten hat oder setzen wir auf Gutscheinaktionen und Lieferdienste der lokalen Händler! Mit unserem Konsumverhalten können wir unseren Klein- und Mittelbetrieben (und somit uns selbst) das Überleben sichern.
Abschließend noch ein großer Dank an alle freiwilligen Helfer, ihr leistet damit einen unschätzbaren Beitrag für die Gesellschaft. Und an alle Unternehmer und Freiberufler da draußen: „Haltet durch! Wir brauchen euch alle nach Corona wieder!“

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