Coronavirus
HARTL HAUS stoppt Produktion und Montage

Hartl Haus Direktor Yves Suter.
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Gesundheit der 300 Mitarbeiter, Kunden, Partner und Lieferanten geht vor Produktions- und Umsatzzahlen.

ECHSENBACH. HARTL HAUS legt in dieser turbulenten Zeit das Hauptaugenmerk auf die gesellschaftliche Verantwortung. "An erster Stelle steht der Schutz der Kunden sowie der Mitarbeiter und Partner und Lieferanten von HARTL HAUS", heißt es in einer Aussendung. Daher hat der Waldviertler Fertighaussteller seine Produktion und Montage pausiert.
„Wir setzen mit dem Stopp unserer Produktion und Montage Maßnahmen, um Menschenleben zu retten. Als Gesellschaft haben wir eine Verpflichtung gegenüber jenen, die sich selbst nicht schützen können - unseren Eltern, Großeltern und Menschen gegenüber, die eventuell durch Vorerkrankungen vom Leben schwer geprüft wurden. Jetzt an Produktions-, Umsatz- und Verkaufszahlen und Terminplanungen festzuhalten, ist der falsche Weg“, bekräftigt Direktor Yves Suter.

Mitarbeiter in Kurzarbeit

Möglich macht diesen reduzierten Betrieb, das von der Regierung beschlossene COVID-19-Kurzarbeitsmodell. HARTL HAUS nimmt dieses Modell in Anspruch.
„Ein großes Dankeschön an alle Beteiligten, die das Corona-Kurzarbeitsmodell möglich gemacht haben. Danke an die Bundesregierung, die Vertreter der Wirtschaft, die Sozialpartner und Experten – hier wurde ein Modell geschaffen, das es uns als Unternehmen möglich macht, wirtschaftliche Beweggründe etwas außen vor zu lassen und den Menschen in den Vordergrund zu stellen und die Mitarbeiter trotzdem in der Beschäftigung halten zu können“, so der Direktor weiter.

Teams in Home Office

Die Kurzarbeit wird bei HARTL HAUS von einem Großteil der rund 175 Arbeitern und 115 Angestellten in Anspruch genommen.
„Bedanken möchte ich mich natürlich auch bei meinen Mitarbeitern, die diesen Maßnahmen ohne Zögern zugestimmt haben“, freut sich Suter über den großen Zuspruch von seinem gesamten HARTL HAUS-Team.
Ein Teil des HARTL HAUS-Teams im Angestellten-Bereich arbeitet im Homeoffice daran, den Betrieb auch nach der Krise wieder starten zu können. So ist die Hotline für Fragen und Informationen unter 02849/8332-999 und info@hartlhaus.at zu den normalen Öffnungszeiten erreichbar. Weitere Teams im Angestellten-Bereich nutzen die Möglichkeit von zu Hause aus zu arbeiten.
„Ein Betrieb mit 300 Mitarbeitern und einem Volumen von 300 Hauseinheiten, eigenen Tischlereiprodukten wie Möbeln, Fenstern, Stiegen, Türen usw. kann natürlich nicht von einem von den anderen Tag stillstehen. Viele Schnittstellen, Projekte und Planungsarbeiten können im Homeoffice betreut werden. Dies ist notwendig und wichtig, um nach dieser herausfordernden Zeit wieder voll durchstarten zu können“, hat der Firmenchef auch die Zeit nach der Krise im Blick.

Durch "Yammer" in Kontakt

Mit dem digitalen firmeninternen sozialen Netzwerk „Yammer“ bleiben die rund 300 Mitarbeiter im ständigen Kontakt untereinander. HARTL HAUS hat hier bereits vor circa zwei Jahren begonnen, einen Teil der internen Kommunikation über das Tool von Microsoft Office 365 zu spielen.
„Wir sehen nun den großen Vorteil der digitalen Kommunikation. In Yammer können wir alle Mitarbeiter über die neuesten Entwicklungen am Laufenden halten und uns untereinander austauschen. Genauso können wir an so manchen persönlichen Problemen und Sorgen unserer Kollegen teilhaben, aber natürlich hat auch auf hier Spaß seinen Platz. Auch ohne die Möglichkeit physisch in Kontakt zu sein, verlieren wir uns mit diesem Werkzeug nicht aus den Augen“, erläutert Yves Suter.

Investitionsarbeiten auf Eis

Mit Mitte Mai dieses Jahres war die Fertigstellung und Eröffnung der neuen Bautischlerei am Werksstandort in Echsenbach im Waldviertel geplant. Eine Investition von rund 5,7 Millionen Euro wäre zur Fertigstellung gelangt. Ein Großteil der Arbeiten ist erfolgt und Teilbereiche der Bautischlerei sind bereits fertig gestellt. Mit den Corona-Schutzmaßnahmen sind diese Arbeiten nun auch auf Eis gelegt.
Ob die große Eröffnung des Produktionsbereiches mit dem gleichzeitig stattfindenden „Tag der offenen Tür“ wie geplant am 16. Mai stattfinden wird, kann HARTL HAUS zurzeit noch nicht sicher beantworten.
„Wir waren bereits in den letzten Zügen zur Fertigstellung unseres neuen Produktionsbereiches, die Planung der großen Eröffnungsfeier war bereits am Laufen. Wir müssen sehen, was die Zeit bringt“, gibt sich Yves Suter abwartend.
„Ich bin zuversichtlich, dass wir diese Zeit gut überstehen werden. Hinter HARTL HAUS steht ein starkes, motiviertes und engagiertes Team von Mitarbeitern, die alle an einem Strang ziehen. Wir geben unser bestes als Teil der Gesellschaft mit unseren Schutzmaßnahmen diesen Virus einzudämmen. Die aktuelle Situation ist für uns alle eine Bewährungsprobe, aber ich bin sicher, dass wir diese schaffen“, schaut Direktor Yves Suter zuversichtlich in die Zukunft.

Hartl Haus Direktor Yves Suter.
Die Produktion im Werk bei Echsenbach steht derzeit still.
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