Privatbrauerei: Wieder bierige Millionen-Investition in Zwettl

Karl Schwarz zeigt die Pläne des Bauvorhabens im exklusiven Bezirksblätter-Gespräch.
  • Karl Schwarz zeigt die Pläne des Bauvorhabens im exklusiven Bezirksblätter-Gespräch.
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  • hochgeladen von Bernhard Schabauer

In den nächsten Tagen startet die größte Firmenbaustelle des Jahres 2019 in der Stadt Zwettl.

ZWETTL. Im Gewerbegebiet wird bis Dezember dieses Jahres eine rund 6.000 Quadratmeter große Lagerhalle mit einem Investitionsvolumen von insgesamt 6,5 Millionen Euro entstehen. Verantwortlich dafür ist die Privatbrauerei Zwettl mit ihrem Inhaber Karl Schwarz. Zunächst werden 3.500 Quadratmeter der Fläche zur Eigennutzung dienen – die restlichen 2.500 Quadratmeter sollen vorerst für einige Jahre vermietet werden. "Diese Investition in Lagerfläche dient auch unserem mittelfristigen Plan, in fünf bis acht Jahren am Hauptproduktionsstandort eine neue Abfüllanlage zu installieren", verweist Inhaber Karl Schwarz im exklusiven Bezirksblätter-Gespräch auf den spätestens dann benötigten Platz.

Mehr Lagerfläche für Gebinde

Dass auch die Bierwerkstatt Weitra weiter ausgebaut werde und noch effizienter gearbeitet werden könne, sei ein weiterer Aspekt, warum die neue Halle gebaut werden müsse. "Wir haben immer mehr verschiedene Gebinde und wollen dann nicht mehr so oft die Produktion für die unterschiedlichen Biersorten und Abfüllmengen stoppen müssen", verweist Schwarz auf die in Zukunft etwas größer zu berechnenden Lagervorräte.
Für den Bau der Lagerhalle wurden zu den 11.800 im Jahr 2017 erworbenen Quadratmetern noch einmal 3.400 Quadratmeter hinzugekauft. Gegenüber des zukünftigen Standortes wird zudem ein Grundstück für einen etwaigen Parkplatz sowie Löschteich oder ein Biotop erstanden.
Die Firma Georg Fessl wurde für den Bau und die Dachkonstruktion beauftragt, das Lagerhaus wird etwa für die Elektroinstallationen verantwortlich zeichnen. Somit wird auch hier das firmeninterne Credo der regionalen Wertschöpfung gelebt. "Für die Firma Fessl hat auch jener Umstand gesprochen, dass die rund 30.000 Kubikmeter Erde, die bewegt werden müssen, in unmittelbarer Umgebung gelagert werden können", so Schwarz.

Hauptsache Wein

Die Investition spielt aber vor allem für den zukünftigen Weinhandel von Zwettler Bier eine große Rolle. Die 2017 übernommene Firma Hauptsache Wein von Christian Kolm wird dort ein neues Zuhause finden: "Wir werden dort, ähnlich dem Biershop, Wein für Privatpersonen als auch Gastronomen und Vereine bei höchster Beratungsqualität anbieten", so Schwarz. Nach Fertigstellung werden auch Verkostungen, Seminare und Veranstaltungen stattfinden. Die in den Obergeschoßen vorgesehenen Büroflächen wurden schon im Vorfeld an zwei Unternehmungen, die bereits in Zwettl ansässig sind, vermietet. "Wir können hier wunderbare Büroflächen mit offener Glasoptik anbieten", ist Schwarz auch von den optischen Reizen der neuen Halle überzeugt. Für den Inhaber der Privatbrauerei steht zudem fest, dass die frühere "Coca-Cola-Halle", die aktuell als Lagerhalle dient, nicht mehr für den Eigenbedarf benötigt wird: "Hier werden wir uns komplett zurückziehen, wobei wir auch hier die Büroflächen schon vergeben haben. Für die Vermietung der dann frei werdenden Lagerflächen sind wir ebenfalls bereits in Gesprächen mit einem Interessenten." Somit werden sich der aktuelle Hauptstandort und die neue Lagerhalle als die beiden Standorte der Zukunft etablieren. "Der Hauptstandort in der Syrnauer Straße wird den Fokus auf die Produktion, die Lagerhalle im Gewerbepark auf die Logistik lenken", gibt Schwarz Einblick in die hinkünftige Arbeitsaufteilung.
Doch auch der Standort in der Syrnauer Straße könnte langfristig wachsen: "Wir haben uns zumindest den nächsten Acker Richtung Firma Zinner gesichert", lässt sich Schwarz alle langfristigen Varianten offen.

Neues Bier für Gastronomen

Auch abseits der Bautätigkeiten gibt es Neuigkeiten: "Im April werden wir ein neues Bier für die Partner der Wirtshauskultur präsentieren." Bei der Entwicklung durften Gastronomen mitwirken, um ein möglichst "authentisches Bier" zu brauen. Für die Zukunft sieht Schwarz vor allem den rasant wachsenden Wiener Speckgürtel als großen Hoffnungsmarkt. "Im Waldviertel selbst sind wir wirklich sehr gut aufgestellt und wollen dieses Niveau bestmöglich halten", zeigt er sich zufrieden.

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