Rettungssanitäter-Prüfungen bestanden

Anna-Maria Eisenbauer, 19, aus Purgstall, macht ein freiwilliges Sozialjahr beim Roten Kreuz in Allentsteig
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  • hochgeladen von Bernhard Schabauer

ALLENTSTEIG. In Österreich entscheidet die Bevölkerung am 20. Jänner 2013, ob es künftig ein Berufsheer geben wird oder ob es bei der Wehrpflicht bleibt. Im Vorfeld wird bereits heftig diskutiert. Auch darüber, wie Institutionen, wie das Rote Kreuz (RK), in Zukunft ihre Angebote auch ohne Zivildiener aufrechterhalten sollen.
Bis es jedoch so weit ist, geht alles seinen gewohnten Gang. So auch in der RK-Bezirksstelle Allentsteig, wo seit Oktober zwei „Zivis“ und eine junge Frau das Team verstärken. Alle drei haben die Rettungssanitäterprüfung mit Auszeichnung bestanden und den „Sicheren Einsatzfahrerkurs“ (SEF) erfolgreich absolviert.

Anna-Maria Eisenbauer kommt aus Purgstall im Bezirk Scheibbs. Nach Allentsteig hat es sie der Liebe wegen verschlagen. Die Absolventin des Franzisco Josefinum in Wieselburg hat in dieser Schule nämlich ihre große Liebe kennengelernt. Der junge Mann ist in Thaua zuhause. „Ich werde mich an der Fachhochschule in Krems anmelden, weil ich gerne Hebamme werden möchte,“ sagt die 19 Jährige. Da erst im März 2013 der nächste Anmeldeschluss ist, hat sich die junge Frau überlegt, wie sie die Zeit überbrücken möchte. Herausgekommen ist der Umzug zum Freund in die Katastralgemeinde („Da habe ich die Möglichkeit Leute kennenzulernen“) und die Absolvierung eines freiwilligen Sozialjahres beim Roten Kreuz in der Bezirksstelle Allentsteig.
Anna-Maria Eisenbauer ist es wichtig zu betonen, dass „ich es nicht nur mache damit die Zeit vergeht. Ich glaube, dass mir die Tätigkeit als Rettungssanitäterin persönlich sehr viel bringen wird.“ In ihrer Freizeit ist sie eine begeisterte Reiterin und verbringt viel Zeit mit der Familie und mit Freunden: „Die sind derzeit aber leider alle weit weg.“

Der gebürtige Allentsteiger Christof Graf hat im heurigen Schuljahr an der Handelsakademie in Waidhofen/Thaya maturiert. „Ich möchte in diesen neun Monaten etwas Sinnvolles machen und nicht wie beim Heer nur sechs Wochen von sechs Monaten. Militaristen hören das nicht gerne, aber für mich ist das so.“ Nach dem Zivildienst wird Graf mit einem Wirtschaftsrechtstudium in Wien beginnen, möchte allerdings als Ehrenamtlicher beim Roten Kreuz bleiben. Bleibt neben Studium und Ehrenamt noch Freizeit übrig, so „mache ich gerne Karate, bin ein leidenschaftlicher Fischer und ansonsten ein typischer Jugendlicher, der ausgeht und Freunde trifft“. Der junge Mann beschäftigt sich auch gerne mit den Themen Kirche und Glauben. Christof Graf gehört in Allentsteig dem Kirchenpfarrgemeinderat an.

Der dritte im Bunde ist Thomas Nachbargauer, ebenfalls 19 Jahre alt und ebenfalls aus Allentsteig. Er hat seine Matura im Gymnasium gemacht. Sein Berufsziel ist klar: „Ich möchte Sport und Biologie, beides Lehramt, studieren.“ Zivildienst macht Nachbargauer, weil „es für mich mehr Sinn macht als das Bundesheer. Beim Roten Kreuz habe ich Kontakt mit Menschen und kann Menschen helfen“. Trotz Studienbeginn möchte er dem Roten Kreuz erhalten bleiben: „Ich kann ja am Wochenende Nachtdienste machen.“ Zu seinen großen Leidenschaften zählen Tennis spielen und Fischen gehen.

Drei Wochen dauerte der Rettungssanitäter-Kurs. Danach wurde einen Monat lang Praxis gesammelt. Nach zwei weiteren Vorbereitungstagen wurde die Prüfung am RK-Gelände in Weitra abgelegt. Die Annahme: Es gab einen Motorradunfall.
Christof Graf: „Wir haben reanimiert. Wie funktioniert was, wurde in der Gerätelehre abgefragt. Thema waren auch notärztliche Hilfsmaßnahmen.“ Im Anschluss wurde zum Fachgespräch gebeten. „Hauptteil war die Anatomie, aber auch spezielle Erkrankungen“, berichtet Thomas Nachbargauer.

Ausbildungsleiter Mario Krivec ist stolz darauf, dass seine drei Schützlinge ihre Prüfungen mit Auszeichnung abgelegt haben. Das Trio macht indes ihm ein großes Kompliment: „Er ist mit Herz und Seele bei der Sache und er ist ein lehrreicher Lehrender.“

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