Roggenpollenernte im Waldviertel voll angelaufen

St. Pölten (31.5.2012); Bei der Firma Waldland in Oberwaltenreith bei Zwettl ist die Ernte von Roggenpollen voll angelaufen. Interessierter Beobachter auf dem Feld war Landesrat Dr. Stephan Pernkopf, der sich von der professionellen Arbeit mit eigens entwickelten Spezialmaschinen überzeugte.

Seit 2003 werden jährlich bis zu 400 ha Winterroggen vor der Blüte geerntet und verarbeitet.
"Ohne unsere Partner - die Bäuerinnen und Bauern in der Region - wäre die Produktion dieses hochwertigen Grundstoffs für die pharmazeutische Industrie nicht möglich. Nur mit viel Erfahrung und Wissen der Waldland-Mitarbeiter über die Vorgänge in der Blütezeit des Roggens kann eine erfolgreiche Ernte eingefahren werden", so Obfrau ÖkR. Agnes Schierhuber.
Die Herausforderung ist enorm, denn die Pollen sind nur 0,05 bis 0,07 Millimeter groß. Nach der Ernte werden die Blütenstände in der Trocknungsanlage getrocknet, vermahlen und der Pollen ausgesiebt. Die Roggenpollen finden Verwendung in der Pharmaindustrie als Prostatamedikament und in der Nahrungsmittelindustrie als natürlicher Leistungsförderer in Nahrungsergänzungsmittel für Spitzensportler.

Pro Hektar werden etwa 1.000 kg Trockenmasse geerntet, wovon 100 kg Pollen mit einer Reinheit von über 90 Prozent gewonnen werden. Das restliche Material wird pelletiert und als Eiweißfuttermittel vermarktet. „Waldland hat Nischen in Produktion und Veredelung vor allem von Arzneipflanzen, Kräutern und Gewürzpflanzen gefunden. Das sichert die Existenz vieler landwirtschaftlichen Betriebe im Waldviertel“, so Pernkopf.

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