Waldland will Nischenproduktion ausbauen (MIT TV-BEITRAG)

Franz Tiefenbacher, Hannelore Zinner, Gottfried Pichler, Gerhard Zinner, Robert Haidl, Regina Almeder (v.l.).
  • Franz Tiefenbacher, Hannelore Zinner, Gottfried Pichler, Gerhard Zinner, Robert Haidl, Regina Almeder (v.l.).
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  • hochgeladen von Bernhard Schabauer

Der Waldviertler Sonderkulturenverein hielt im Panoramasaal von Waldland seine Hauptversammlung ab.

OBERWALTENREITH (bs). Im Rahmen der Hauptversammlung des Waldviertler Sonderkulturenvereins von Waldland wurde vor allem in die Zukunft geschaut. Geschäftsführer Gerhard Zinner umriss dabei die Projekte der nächsten Jahre. Ein Teil beschäftigt sich mit dem Thema Pflanzen. Dabei wird der Fokus weiterhin auf mehrjährige Kulturen gelegt werden. Der Ginkgo etwa wird in etwa 20 Jahre lang auf dem Feld stehen und kann aufgrund seiner Beschaffenheit als Baum auch etwaigen klimatischen Veränderungen wie Trockenheit bestens entgegenwirken.

Auch für die Schlüsselblume spielen die trockenen Verhältnisse keine so große Rolle, da sie bereits Anfang Mai geerntet wird. Sie kann bis zu sieben Jahren auf dem Feld verbleiben. Und nicht zuletzt der Schnittlauch kann drei bis fünf Jahre auf den Äckern drei bis vier Mal im Jahr geschnitten werden.

Züchtung durch Versuche

Dass man bei Waldland stets in die Zukunft blickte und sich so als Pionier in der Nischenproduktion etablieren konnte, zeigt auch jener Umstand, dass derzeit etwa an einem Mohn gezüchtet wird, den man etwa im September anbauen kann. Auch an diversen Dammkulturen zur Wasserspeicherung und vielem mehr wird im Hintergrund gearbeitet. Bei den Mariendisteln ist man mit Versuchen für die Züchtung beschäftigt.

Innovative Techniken

Für Gerhard Zinner steht außer Zweifel, dass innovative Techniken, etwa mittels GPS, auch im Kleinen etwas bringen werden: "Wir werden es noch erleben, dass der Roboter das Unkraut entfernen wird." Nur so könne man auf den bevorstehenden Hilfskräftemangel reagieren. Spezialmaschinen wurden und werden bei Waldland auch in Zukunft entstehen. So sind derartige Unikate bereits für die Unkrautbekämpfung, der Ginkgo- oder Schnittlauch-Ernte im Einsatz.

Mehr Fisch und Geflügel

"Bereits am 19. Jänner haben wir in Österreich den gesamten Fisch, welcher in Österreich produziert wird, aufgebraucht", so Zinner. Nicht zuletzt deshalb wird die Edelwels-Kreislaufanlage am Waldlandhof weiter forciert werden. Auch auf die Geflügelproduktion soll laut Zinner wieder verstärkt Augenmerk gelegt werden: "Wir erfahren hier derzeit wieder eine enorme Nachfrage und werden daher wieder massiv in diese Branche einsteigen."
Landwirtschaftskammer-Präsident Johannes Schmuckenschlager hielt in seinen Grußworten an die hunderten Mitglieder fest, dass Waldland schon damals die Chancen erkannt und umgesetzt habe und somit die Region noch heute belebe.

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