Was trinken die Brauer am liebsten?

Die CulturBrauer mit ihrer Jubiläumsedition.
  • Die CulturBrauer mit ihrer Jubiläumsedition.
  • Foto: Wine&Partners
  • hochgeladen von Bernhard Schabauer

Kaum zu glauben – es sind zehn Jahre vergangen, seit die Gruppe der CulturBrauer ins Leben gerufen wurde: Acht unabhängige Privatbrauereien, darunter auch jene aus Zwettl, haben 2008 beschlossen, gemeinsam die handwerkliche, auf Regionalität bedachte Braukunst zu fördern und neu zu beleben. Anlässlich ihres Jubiläums bringen die CulturBrauer jetzt eine Kollektion mit neun ganz besonderen Bieren auf den Markt: Jede Brauerei hat aus ihrem Sortiment ein Lieblingsbier ausgewählt. Dazu kommt das „Austrian Lager“, das Gemeinschaftsprojekt der Acht, ein gemeinsam gebrautes Bier in typisch österreichischer Stilistik, das normalerweise nicht im Handel, sondern ausschließlich in der Gastronomie erhältlich ist.

Zehn Jahre Aufbruch

Für echte Bier-Freaks bietet das Durchkosten der neun Brauspezialitäten eine gute Gelegenheit, an die rasante Entwicklung der österreichischen Bier-Szene seit 2008 zu denken. Als sich die CulturBrauer vor zehn Jahren zusammenschlossen, war der Ausdruck „Craft Beer“ hierzulande noch nahezu unbekannt. Doch sehr bald schon schwappte ein gewaltiger Boom auf Österreich über, der ursprünglich aus den USA kam. Plötzlich erwachte auch bei uns eine noch nie dagewesene Begeisterung – und über Nacht wurde das gute, alte Bier zum Kultgetränk. Die neue Lust am Bier machte weder in der Gastronomie noch im Handel halt. Anspruchsvolle Gäste bestellen längst nicht mehr einfach „ein Seidel“ oder „ein Krügerl“, sondern wählen aus, weshalb inzwischen alle guten Restaurants eine Vielzahl an Bieren führen. Erst recht bieten die Regale im guten Lebensmittelhandel ein Bild der überbordenden Vielfalt.
Die CulturBrauer haben nicht unwesentlich zur neuen Bier-Begeisterung beigetragen. Sie sind aber bei aller Aufbruchsstimmung auch ihrer Verantwortung bewusst. Immerhin tragen sie gemeinsam 4000 Jahre Brautradition auf ihren Schultern. Dieser gemeinsam gehütete Bestand an Geschichte, an Erfahrung, Wissen und Weitsicht macht sie zu wesentlichen Trägern der österreichischen Braukultur.
Das Bewusstsein ihrer Wurzeln schlägt sich auch in der täglichen Arbeit nieder. Trotz großer Lust am Experimentieren und am Ausprobieren neuer Stile wissen die CulturBrauer, dass das eigentliche Herz der österreichischen Braukunst in ihren Regionen liegt. In der wertvollen heimischen Gerste, dem guten Wasser und den erlesenen Hopfensorten, vorrangig aus dem Mühl- oder Waldviertel. Karl Schwarz formuliert die Philosophie der CulturBrauer so: „Uns ist wichtig, dass die Menschen wissen, sie können sich auf uns verlassen. Wir sind die Garanten und die Wächter der österreichischen Bierkultur. Es werden noch viele Trends kommen und wieder gehen, manche werden wir interessiert aufnehmen, manche vielleicht auch nicht. Aber mit Sicherheit wird es unsere Brauereien auch noch in ferner Zukunft geben, und wir werden weiter das Land mit richtig guten Bieren versorgen.“

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