18.09.2016, 20:00 Uhr

So schmeckt die Heimat im Haus Frohsinn

Zahlreiche regionale Bio-Anbieter beteiligten sich am Aktionstag im Landespflegeheim Frohsinn.

Beim Bio-Aktionstag im Landespflegeheim Frohsinn waren am Samstag alle Sinne gefragt. Denn es gab jede Menge zu schmecken, zu riechen, anzusehen und zu hören – von köstlichen Bio-Produkten über Musik vom Bäuerinnenchor Groß Gerungs, der Bildergalerie „Fantastische Schönheit in Bio-Lebensmittel“ bis zu vielfältigen Informationen.

ZWETTL (ms). Es war ein ständiges Kommen und Gehen: Heimwohner und ihre Angehörigen, Mitarbeiter und Ehrenamtliche, Besucher und Ehrengäste, wie Abgeordneter Franz Mold und Bezirkshauptmann-Stellvertreter Josef Schnabl, freuten sich auf viele Leckereien in Bioqualität und ein ansprechendes Rahmenprogramm. Empfangen wurden sie von Heimleiter Andreas Glaser, Stellvertreter Franz Neunteufl sowie Pflege- und Betreuungsleiterin Silvia Neugschwandtner, die alle gerne informierten.
Essen hat im Heimalltag einen hohen Stellenwert, denn: „Wir wissen zwar ganz genau, dass unsere Kernkompetenz Pflege und Betreuung ist, wenn aber das Essen nicht in Ordnung ist, dann ist die Zufriedenheit der uns anvertrauten Menschen natürlich eine schlechtere“, betonte Direktor Glaser und dankte allen voran Küchenleiter Erich Aistleitner. Die Ernährung muss ausgewogen, gesund und nahrhaft sein, dazu braucht es viel Know-how und hochwertige Lebensmittel. Ein wichtiger Partner seit 20 Jahren ist dabei die Firmengruppe Kastner. „Wir haben Bioprodukte bereits seit dem Jahr 2000 im Sortiment und sind seit 2005 mit Biogast der größte Biogroßhändler in Österreich“, betonte Firmenchef Christof Kastner aus Anlass seines Besuches im Haus Frohsinn. Viele Heim-Lieferanten hatten hier ihre Stände aufgebaut, wo Bio-Waren angeboten wurden, aber auch das Miteinander-Reden nicht zu kurz kam: Biobäckerei Hölzl aus Unterwindhag, Biobauernhof Fuger aus Fromberg (Säfte), Familie Wansch-Kargl aus Großglobnitz (Gemüse), Firma Höllerschmid (Schinken), Familie Koppensteiner aus Schwarzenbach (Milch), Familie Weiß aus Thaures (Kartoffel), Biolindner aus Friedersbach (Getreide, Honig), Waldviertler Biohof in Rappolz (Kichererbsen), Bioweingut Loimer, Langelois. Das Hilfswerk bot Informationen zum Thema "Essen auf Rädern".

Kommentar

Bio ist im Landespflegeheim logisch

Die biozertifizierten Küchen der NÖ Landesheime haben nach einem Landtagsbeschluss 2001 vermehrt auf biologische Lebensmittel umgestellt. Heute liegen alle 48 Häuser bei einem Bioanteil über den geforderten 25 Prozent – das Haus Frohsinn ist mit rund 34 Prozent und einem hohen Anteil an regionalen und heimischen Produkten ganz vorne mit dabei. Direktor Glaser geht es einerseits darum, durch ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung Mangelernährung der Heimbewohner zu verhindern und andererseits durch das Eingehen auf individuelle Wünsche, Essen auch im Alter zum Genuss und Ereignis werden lassen. Zudem bewirtet das Haus Frohsinn Gäste im Rahmen von „Essen auf Rädern“ (Hilfswerk) und kocht natürlich für seine Mitarbeiter, Praktikanten, für ehrenamtliche Mitarbeiter und Gäste.
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