05.11.2017, 23:00 Uhr

Hommage an Zwettl - die Stadt der Türme

Außergewöhnliches Gemeinschaftsprojekt: Auf zwölf Tafeln sind erstmals alle Abschnitte der einstigen Stadtbefestigung künstlerisch auf einer Wand dargestellt.

Kunst im öffentlichen Raum: Bildstreifen lädt Einheimische und Touristen ab sofort zum Verweilen ein.

ZWETTL (ms). „Architektur macht mir Freude – sie ist mein Lieblingsgebiet“, erklärte Herta Müllauer Samstagvormittag die Motivation für ihre Acrylcollagen-Bilderreihe „Zwettl – Stadt der Türme“. Und Unternehmer Herbert Krammer macht es offensichtlich Freude, die Stadt zu verschönern! Der Gedanke, mit der Außenfront der Wohnhausanlage Florianigasse 11 etwas zu machen, entstand im Sommer 2017 rund um Hertas Ausstellung in der benachbarten Galerie von Wolfgang Sammer. Kesselbodenturm, Antonturm, Hofbauerturm, Moser- und Passauerturm bis hin zum Schulturm: „Die farbenfrohen Bilder und die Zwettl-Motive ziehen den Betrachter einfach an.“

Hier Terrasse – da Bildergalerie

Die Bilder bestärkten Herbert Krammer, sich den Wunsch nach mehr Kultur im öffentlichen Raum zu erfüllen, die Terrasse künstlerisch zu gestalten und das Ganze zudem so richtig groß zu machen. Um den Wunsch Realität werden zu lassen, hat Rosemarie Winkler zwölf der Zwettl-Motive von Herta Müllauer abgelichtet. Als „kleine Herausforderung“ beschrieb die Fotografin den Weg zu dem jetzt sichtbaren Gemeinschaftswerk: „Die Technik der Künstlerin musste unbedingt sichtbar bleiben und die Farbgebung dem Original entsprechen.“ Von Philipp Kugler (Chilifolia Werbetechnik) wurden die Bilder auf Spezialfolie geplottet. Wolfgang Sammer hat dem an die vier Meter langen Bilderstreifen zudem den geeigneten Rahmen verpasst. Durch die mehrfache Vergrößerung der Bildvorlagen und das Glas kommen die Motive nun noch besser zur Geltung. Ein Blick nach links oder rechts beim Passieren der Florianigasse könnte sich daher künftig lohnen!

Kommentar

Kunst sehen und darüber reden

"Svetla“ – die Lichte, bedeutet der altslawische Name von Zwettl. Am Zusammenfluss von Kamp und Zwettl entstand die Stadt im geografischen Mittelpunkt des Waldviertes. Die Ringmauer, welche den eigentlichen Stadtbereich von Zwettl bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts umschloss, hatte drei Tore und ursprünglich zehn Türme, von denen zwei 1619 abgerissen wurden. Heute sind noch 917 Meter Stadtmauer mit sechs Türmen und einem mächtigen Mauervorsprung erhalten. Herta Müllauer hat neben Motiven der Stadt Zwettl einzelne Abschnitte der ehemaligen Stadtbefestigung in Acrylcollagen dargestellt. Dank der bemerkenswerten Initiative von Herbert Krammer und der perfekten Zusammenarbeit von Künstlerin und Professionisten sind diese jetzt auf einer Wand aneinandergereiht. Bei der Präsentation wurden die Gäste mit Kaffee und Kuchen sowie köstlichen Häppchen überrascht. Der Vormittag endete mit guter Laune unter netten Leuten.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.