24.06.2017, 23:00 Uhr

Sein oder online ist hier die Frage

Noch schnell ein Schnappschuss – für Facebook: Rosemarie Schwarzinger, Fritz Gundacker, Herta Siedl, Anna Maria Friedl, Lukas Hinterndorfer, Patrick Käfer, Andrea Haider-Pachtrog

Volltreffer: Mit der Komödie „Morbus Facebook“ feierte am 23. Juni 2017 ein großer Spaß Premiere im Theater im Kopfbahnhof.

GROSS GERUNG (ms). „Es war eine richtig gute Premiere“, meinte Max Igelsböck. Und einem Bürgermeister mag man nicht widersprechen. Die Komödie des gefeierten österreichischen Autoren Stefan Vögel erwies sich als wahrer Volltreffer: mit frenetischem Schlussapplaus und Bravo-Rufen besiegelte das Publikum Freitagabend im Theater im Kopfbahnhof den Triumph des Stückes „Morbus Facebook“.
Das Thema, die Verirrungen in die "Gefällt mir (Like)"-Gesellschaft und die seltsame Sprache der Social-Media-Freaks, machte viel Spaß, denn auch die Besetzung ist ein Volltreffer! Unter der rasanten und spitzigen Regie von Manuela Seidl und Willkommen-Obfrau Ulrike Gaderer spielten Herta Siedl, Lukas Hinterndorfer, Anna Maria Friedl, Patrick Käfer, Andrea Haider-Pachtrog, Rosemarie Schwarzinger und Fritz Gundacker. Sie hatten deutlich sichtbares Vergnügen, in ihre jeweiligen überspitzten Rollen zu schlüpfen.
Unverzichtbar hinter den Kulissen: Maria Riegler (Souffleue), Josef Schuster und Florian Haider (Technik), Johann Helmreich, Erwin Riegler, Martin Ritschl (Bühne) sowie Natascha Klein (Maske).

Starker Theaterabend

Sie kümmert sich um staubgewedelte Fußböden und Menopausen-Aquarelle, er flüchtet sich nicht in den Bastelkeller, sondern vor den Computer und spricht nur noch „Facebook“. Auf Facebook hat man nämlich schnell 112 Freunde, und die versammelten sich alle als Zuschauer im Theater im Kopfbahnhof. Da der Sohn ähnliche Verhaltensmuster wie sein Vater aufweist, ist die Diagnose der karrieregeilen Psychiaterin („Die Krankheit habe ich erfunden!“) schnell gestellt: Es kann sich nur um die hochansteckende Krankheit Morbus Kleebroth handeln. Ob chatten, meditieren, ein Schamane, Giggles und Smileys zuhauf ein Mittel sind, um die Aufmerksamkeit der Ehefrau wiederzuerlangen und den Nesthocker-Sohn zu verkuppeln, löst sich nicht wirklich auf. Und es ist eigentlich auch egal. Das Publikum hatte seine Freude. Und darum geht es ja schließlich!

Weitere Aufführungstermine:
Juni: So. 25., Do. 29., Fr. 30.
Juli: Sa. 1., So. 2., Do. 6., Fr. 7., Sa. 8.
Spielzeiten: jeweils um 20 Uhr, an Sonntagen um 18 Uhr!
Kartenvorverkauf: www.oeticket und an der Abendkassa

Kommentar

Das Sommertheater mit den Likes

Die erste Premiere im Theater im Kopfbahnhof wurde am 26. Mai 2005 mit Farkas-Sketchen unter dem Titel „Höchste Eisenbahn“ gefeiert. Seither hat sich das Ensemble in den Reihen Waldviertler Amateurtheater einen guten Namen gemacht. Besucherzahlen und begeisterte Rückmeldungen bei den Aufführungen sind verdiente Belohnungen für den Willkommen-Verein für Kultur und Tourismus, der stets daran arbeitet, den Besuchern noch mehr Komfort und Qualität zu bieten (heuer mit einer neuen WC-Anlage). Es ist daher zu empfehlen, sich früh genug um Reservierung der begehrten Eintrittskarten zu bemühen. Und: Einfach mal abschalten!
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