02.09.2014, 10:42 Uhr

Der Kampf gegen das Rauchen geht weiter

Landesrat Ing. Maurice Androsch und NÖGKK-Obmann Gerhard Hutter. (Foto: privat)
„Danke für’s Nichtrauchen“ lautet die jüngste Kampagne des Rauchfrei Telefons, die kürzlich gemeinsam mit der NÖ Gebietskrankenkasse (NÖGKK) und dem Land NÖ aus der Taufe gehoben wurde. Mit Plakaten, Foldern und Aufklebern wird für den Schutz vor Passivrauch, der besonders für Kinder ein ernst zu nehmendes Gesundheitsrisiko darstellt, geworben. Die Kampagne wurde von dem österreichischen Rauchfrei Telefon und dem tschechischen Universitätsklinikum St. Anna entwickelt und vom europäischen Fonds für regionale Entwicklung finanziert. „Begleitend zu den gesetzlichen Maßnahmen zum Schutz vor Passivrauch wollen wir verstärkt auf die Gefahren und Auswirkungen aufmerksam machen und Hilfe anbieten“, führen NÖGKK-Obmann Gerhard Hutter und Landesrat Ing. Maurice Androsch näher aus.


Passivrauchen – eine ernsthafte Gefahr

Die gesundheitlichen Risiken des Rauchens sind hinlänglich bekannt. Aufklärungsbedarf herrscht aber rund um die Gefahren und Auswirkungen von Passivrauch. Passivrauch ist jener Rauch, der beim Verglühen der Zigarette entsteht. Er enthält dieselben giftigen und krebserregenden Substanzen wie Aktivrauch, allerdings meist sogar in einer höheren Konzentration. „Second Hand Smoking“ wie Passivrauch noch bezeichnet wird, beinhaltet außerdem Feinstaub. In Österreich sterben täglich vier Menschen infolge der Belastung durch Passivrauch. Besonders Kinder reagieren empfindlich auf Tabakrauch, da ihre Organe und ihr Immunsystem noch nicht voll entwickelt sind. Plötzlicher Kindstod, Atemwegserkrankungen, Ohrenentzündungen, Schwindel, Kopfweh und vieles mehr können Folgen von Passivrauch bei Kindern sein. Am häufigsten sind Kinder im privaten Bereich - also in den eigenen vier Wänden oder im Auto - Passivrauch ausgesetzt. Gerade in diesen geschlossenen Räumen ist die Schadstoffkonzentration durch das Rauchen besonders hoch. „Viele Substanzen lagern sich an Wänden, Böden und Gegenständen ab, weshalb Räume in denen geraucht wird, ständig Schadstoffe abgeben. Im Auto kann die Konzentration schädlicher Stoffe 23-mal höher sein als in einer verrauchten Bar. Auch bei geöffneten Fenstern bleibt Rauch bis zu 2,5 Stunden im Auto“, erläutert Mag. Alexandra Beroggio vom Rauchfrei Telefon.

Wohnung, Haus und Auto ohne Rauch

Um das Bewusstsein für rauchfreie Zonen im privaten Umfeld zu steigern, werden in den kommenden Wochen Infomaterial und „Unser Auto ist rauchfrei“-Aufkleber in Niederösterreich verteilt. Vor allem Schulen und Einrichtungen, die mit Kindern und Eltern zu tun haben, sollen angesprochen werden.
LR Ing. Maurice Androsch: „Es geht darum unsere Kinder zu schützen. Tabakkonsum kann bei mehr als 40 Krankheiten die Ursache sein, unter ihnen eine Reihe schwerwiegender und tödlich verlaufender Erkrankungen, die auch Passivraucherinnen und Passivraucher jederzeit treffen können. Deshalb ist es wichtig, das Bewusstsein für diese Zusammenhänge zu schärfen und rauchfreie Zonen für einen umfassenden Nichtraucherschutz auszuweiten.“
Obmann Gerhard Hutter von der NÖGKK: „Mit Hilfe geht’s leichter, das Auto oder das Zuhause zur rauchfreien Zone zu machen. Die Psychologinnen vom Rauchfrei Telefon beraten gerne, wenn Sie Ihr Rauchverhalten ändern möchten. Interaktive Unterstützung gibt es mittels Rauchfrei App, die kostenlos im Google Play Store sowie im Apple App Store erhältlich ist.“
Das Rauchfrei Telefon ist unter der Nummer 0800 810 013 Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr kostenfrei erreichbar.
Internettipp:
www.rauchfrei.at
www.facebook.com/RauchfreiTelefon
www.rauchfreiapp.at
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Franz Kärntner aus Wolfsberg | 30.05.2015 | 08:48   Melden
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