18.10.2017, 10:02 Uhr

Ginkgo: Neue Heimat im Waldviertel

Ing. Franz Tiefenbacher (Waldland), Kammerdirektor DI Franz Raab, Ing Andreas Strohmaier (Waldland), Ing. Gerhard Zinner (Waldland), Robert Haidl (Obm. Waldland),Pflanzenbau-Dir. DI Ferdinand Lembacher (v.l.). (Foto: Waldland)
OBERWALTENREITH. Das Waldviertel ist zur neuen Heimat einer ganz besonderen Pflanze geworden, die auch als Baum des Jahrtausends gewürdigt wird. Seit einigen Jahren kultiviert Waldland großflächig Ginkgo biloba. Die Blätter enthalten Wirkstoffe gegen Demenzerkrankungen.
Zunächst werden aus den Samen Ginkgo- Stecklinge herangezogen und im dritten Jahr rund 30.000 Jungpflanzen je Hektar mit einer Pflanzensetzmaschine in Reihen ausgepflanzt. Frühestens zwei Jahre später, bei einer Wuchshöhe von rund einem Meter, erfolgt im Spätsommer die Blatternte.
Zum Einsatz kommen dabei Baumwollerntemaschinen die eigens von den Waldland Technikern adaptiert wurden. Der Ginkgo ist ein sommergrüner Baum, der bei WALDLAND in Reihen als Strauchkultur gezogen wird. Es muss ein möglichst holzschonendes Pflücken der Blätter ermöglicht werden, ehe er im Herbst sein Laub abwirft. Diese Herausforderung wird erfolgreich gemeistert.
In der Ginkgohalle am Waldlandhof stehen große Trocknungsanlagen bereit um die geerntete Frischware weiter zu verarbeiten. Es fallen schließlich bis zu 3000 Kilogramm getrocknete Ginkgoblätter je Hektar an, die zu Ballen gepresst, pallettiert und exportiert werden.

Waldland-Experten beraten

Die Ginkgo Vertragsbauern erhalten in den ersten Jahren nach der Auspflanzung eine Flächenpauschale dafür, dass sie bereit sind ihre Fläche mit Ginkgo zu kultivieren. Sie haben somit in den ersten Jahren auch kein Risiko zu tragen. Die Umstellung auf eine ertragsbasierende Bezahlung erfolgt dann nach fünf Jahren. Zu diesem Zeitpunkt hat sich erfahrungsgemäß die Kultur sehr gut entwickelt und die Landwirte sind nun selbst für den Bestand verantwortlich. Natürlich stehen die WALDLAND Experten weiterhin beratend zur Verfügung.
Das Interesse ist groß. Derzeit sind 140 Hektar ausgepflanzt. Doch schon bald sollen die Anbauflächen auf mehr als 200 Hektar erweitert werden.
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