22.01.2018, 05:48 Uhr

Mit Zuversicht in die Zukunft

Vizebürgermeister Leopold Aschauer, Gemeinderätin Doris Widhalm, die Jungbürger Andreas Zimmerl, Vanessa Weixlbraun und Marlene Gari, Bürgermeister Karl Elsigan, Bundesrätin Adelheid Ebner, Gemeinderat Reinhard Poppinger und Jugendreferatsleiter Wolfgang Juterschnig.

Neujahrsempfang der Marktgemeinde Schwarzenau mit Ehrengästen und Ehrungsgesten.

SCHWARZENAU (kuli). Wie seit einigen Jahren gewohnt versammelten sich am 19. Jänner 2018 Schwarzenauer Gemeindebürger, die sich im vergangenen Jahr in irgendeiner Weise um das Gemeinwohl verdient gemacht hatten, auf Einladung von Bürgermeister Karl Elsigan im Johann-Böhm-Saal des Bahnhotels. Der Einladung waren auch National- und Bundesrats- sowie Landtagsabgeordnete, ein Landesrat und der Bezirkshauptmann gefolgt, die alle von Moderator Vizebürgermeister Leopold Aschauer eingehend begrüßt wurden und nach der Einleitung durch Karl Elsigan zu Wortbeiträgen aufgefordert wurden.

Erfreuliche Statistik

Die angenehmsten Zahlen der 2017er-Statistik sind der leichte Anstieg der Einwohnerzahl auf nunmehr 1.539 und 17 Neugeborene in Schwarzenau. „Unsere Bemühungen um Attraktivierung der Gemeinde besonders für junge Familien sind auch dank der Unterstützung von ‚Wohnen im Waldviertel‘ sichtlich auf fruchtbaren Boden gefallen“, so Elsigan. Michael Widermann von der BH Zwettl nahm das auf und bestätigte wortgewandt, dass Anerkennung und dankbare Wertschätzung der „Dünger für ein zukunftsorientiertes Gemeindeleben“ sind und bemühte dazu das berühmte J.-F.-Kennedy-Zitat mit der „Wer-tue-was-für-wen-Frage“. Bundesrätin Adelheid Ebner bezeichnete Schwarzenau als „Kleinen Ort mit großen Leistungen“ und offensichtliche „Wohlfühlgemeinde“, woran die Sozialdemokraten nicht unbeteiligt gewesen wären. Wolfgang Juterschnig vom NÖ-Jugendreferat betonte die Sicherheit für die Jugend, die wohl in Schwarzenau in genügendem Maße gegeben sei. Gemeinsam mit Ebner und Elsigan überreichte er die Jungbürgerbriefe an die drei Anwesenden des Geburtsjahrganges 1999.

Gute Perspektiven

Ebenfalls schon fast traditionell ist das Kurzreferat „Zukunftsperspektive Waldviertel“ von Regionalberater Josef Wallenberger, das auch heuer mit Mythen über das Waldviertel und seine Bevölkerung aufräumen wollte. Von genereller Abwanderung könne keine Rede mehr sein, allein die Geburtenrate gäbe Anlass für Sorgenfalten. Dass die hiesigen HAKs in absehbarer Zeit in eine so genannte Wirtschaftsakademie mit Schwerpunktstandorten umgewandelt werden, sei enorm wichtig. Schließlich gelte es, dem sich abzeichnenden Facharbeitskräftemangel (bis 2030 könnten 13.600 davon fehlen!) vorzubeugen, so der Demoskop. Er verwies weiters auf die Ende September 2018 stattfindende Waldviertler Jobmesse, heuer am TÜPL-Areal, mit Dank an den anwesenden Oberstleutnant Julius Schlapschy. Wallenberger meinte abschließend: „In zehn Jahren werden wir ein ganz anderes Waldviertel erleben!“

Wieder viel vor

Im folgenden Ausblick auf 2018 – eingangs hatte es einen allseits akklamierten, bebilderten Rückblick auf die Leistungen der Marktgemeinde in Kooperation mit vielen Freiwilligen gegeben – verwies Karl Elsigan auf die Erstellung des digitalen Raumordnungskonzeptes, die flächendeckende Versorgung mit Breitband-Internet-Anschluss, das ab April beziehbare „Junge Wohnen in der Bergwegsiedlung, neue und auszubauende Spielplätze in den Katastralorten, die Sanierung der Wasserversorgung, das Hochwasserschutzkonzept für Hausbach und Schlag, die Renovierung der Nachmittagsbetreuung, den wieder stattfindenden Adventmarkt und last but not least auf Griechenland als Partnerland 2018 der Aktion „EUROPA in SCHWARZENAU“, wobei im Mai wieder einer der Höhepunkte – diesmal im Schloss – „Fabelhaft Niederösterreich“ sein wird.

Ehrung wem Ehre gebührt

Geehrt wurden diesmal zwei im Jahr 2017 ausgeschiedene geschäftsführende SPÖ-Gemeinderäte. Josef Kromsian bekam für über 20 Jahre Mitwirkung im Gemeinderat das Verdienstzeichen in Gold überreicht, Johann Palkovich gar den Ehrenring mit gerahmter Urkunde. Erstaunt darüber meinte letzterer, dass „ihr es nicht immer leicht mit mir gehabt habt“ und verfiel in der Folge standesgemäß in Wahlkampfparolen zur bevorstehenden Landtagswahl.

Der Wahlkampf ließ grüßen

Etwas subtiler tat dies in seiner Festansprache auch Finanzlandesrat Ludwig Schleritzko, der die Wahlzuckerl in Zahlenform, sprich Euro-Investitionen für bestimmte Bereiche, von denen auch die Waldviertler und Schwarzenauer profitieren würden, präsentierte. Beschäftigung in KMU, Mobilität, Gesundheit und Pflege sowie Kleinstkinderbetreuung bildeten für die nächsten vier Jahre das Investitions-Portfolio der NÖ-ÖVP, so der momentane Wahlkampftourist bei seiner Stippvisite. Immerhin, von ca. 15.000 Beschlüssen im NÖ Landtag 2017 fielen nur drei nicht einstimmig aus.
Angela Fichtinger, Martina Diesner-Wais und Franz Mold hielten keine Ansprachen, sondern suchten während und nach dem exquisiten Buffet lieber das persönliche Gespräch mit Einzelpersonen. Dies dauerte noch an bis in die frühen Morgenstunden, als das umrahmend tätige Bläserensemble des Musikvereins Gr.Haselbach die Instrumente längst eingepackt hatte.
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