09.09.2014, 10:28 Uhr

Was die Zwettler wollen - die Stadt-SP fand es durch aufwändige Fragebögen heraus

Stadtrat Franz Groschan initiierte die Bürgerbefragung (Foto: SPÖ Zwettl)
ZWETTL. 118 Fragebögen hatte die Zwettler SPÖ ausgefüllt zurückbekommen und anonym ausgewertet. In einer Bürgerbefragung wollte die Stadtpartei erheben, welche Wünsche die Bevölkerung hat. "Es geht darum, wie zufrieden die Bürger mit dem Angebot in Zwettl sind, was ihnen fehlen würde", klärt der SPÖ-Vorsitzende Stadtrat Franz Groschan auf.


Kinderbetreuung und Ausbildung?

Immerhin zeigte sich der Großteil der Befragten (49 Leute von 93) zufrieden mit den Betreuungseinrichtungen.
Wünsche wären allerdings Betreuungsplätze für ein bis Zweieinhalbjährige Kinder, Kindergärten mit Mittagessen und Nachmittagsbetreuung bis 18.00 Uhr sowie Busse für kleine Kinder.

Auch mit dem Schulbildungsangebot sind 61 von 105 Befragten zufrieden. Bedauert wird die Abschaffung der Vorschule und dass es keine Alternativschulen, wie nach dem Montessori-Prinzip gibt. Die Kleinstschulen in den Katastralen sollen erhalten werden, so ein Wunsch, der sich herauskristallisiert hat.
Eine HTL, zum Beispiel für Holzbau, ein Oberstufengymnasium und Berufsschulen vermissen manche Befragte.

Berufsleben und Arbeitsplatz

Die Zahl der Unzufriedenen (64) übersteigt die der Zufriedenen (30) in puncto Arbeitsplatz gewaltig. Bei 100 Befragten ist also mehr als die Hälfte mit der Anzahl der Arbeitsplätze (vor allem für Menschen mit Uni-Abschluss), mit dem niedrigen Lohnniveau unglücklich. Größere Betriebe, Industrie würden in Zwettl fehlen. Ein Hoffnungsschimmer, dass sich durch die Umfahrung mehr Betriebe ansiedeln würden, blitzte in der Umfrage auf.

Wie geht es den Pensionisten?

Wie in Zwettl Senioren unterstützt werden, damit zeigt sich immerhin etwas mehr als die Hälfte zufrieden, mehr als ein Viertel sogar sehr zufrieden. Das betreute Wohnen würde gerade gut ausgebaut, Wünsche wären eine Hauszustellung oder ein mobiler Greißler.

Serviceleistungen in der Gemeinde- passen die?

Die Belebung leer stehender Objekte im Stadtzentrum, mehr Kleidergeschäfte, ein Saal für Veranstaltungen oder mehr Fachärzte stehen auf der Wunschliste der Befragten, von denen aber die Hälfte zufrieden ist,
Die Gemeinde sollte einen Tag in der Woche länger offen halten (wie die BH), ein Taxi, das auch nachts verfügbar ist, Elektrotankstellen und ein Nachtleben-Angebot für die Jugend regen die Befragten an.

Einkaufen in Zwettl

Dass man es nicht allen recht machen kann, zeigt der Punkt "Einkaufsmöglichkeiten". Während die einen nach dem geplanten Einkaufszentrum schreien oder mehr Supermärkte begrüßen würden, wünschen andere eher kleine Nahversorger, eventuell mit Postfiliale. 71 Prozent der Befragten sagen also JA zur Schaffung zusätzlicher Einkaufsmöglichkeiten in den Siedlungsgebieten.

Veranstaltungszentrum und mehr

41 Prozent der Befragten wollen, dass eine Begegnungszone zur Belebung des Stadtzentrums geschaffen wird. 38 Prozent hingegen finden dies unnötig.

Mit 72 Prozent ein klares Ja gibt es zur Schaffung eines Veranstaltungszentrums, 20 Prozent wollen es nicht.
Die Linienführung des Stadtbusses finden 65 Prozent der Umfrage-Teilnehmer aktuell und ausreichend, 16 Prozent hätten sie gerne geändert.

Transparente Besetzungsverfahren für neue Mitarbeiter der Gemeinde Zwettl - diesen Gedanken befürworten 78 Prozent, nur 6 Prozent sind dagegen und dem Rest ist es egal.

Unzufrieden zeigen sich 55 Prozent der Befragten mit dem Freizeitangebot für Jugendliche, 36 Prozent finden es ausreichend.

Anregungen und Wünsche

Kämpft gegen das Einkaufszentrum. Schafft endlich das Einkaufszentrum- diese Forderungen stehen sich gegenüber, liest man die Anregungen der Befragten.
Genauso verhält es sich mit der Umfahrung.
Förderung und Erleichterung bei der Wohnhauserrichtung, mehr Gemeindegründe, ist ein Wunsch. "Ich willl, dass die Gemeinde ihre Schulden reduziert und nicht über alle anderen Fraktionen drüberfährt, bezahlen müssen wir diesen Blödsinn alle gemeinsam", so ein Satz aus der Wunschliste. Oder: "Sprengen Sie das Musikerheim.Es verschandelt das Stadtbild!"
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