07.10.2014, 07:23 Uhr

Führerschein: Theorie und Praxis klaffen auseinander

Ewald Siegl ruft zur Konzentration auf: "Ablenkung ist Unfall-Hauptverursacher." (Foto: Easy Drivers)

Bereits nach kurzer Zeit würden die wenigsten Verkehrsteilnehmer die theoretische Prüfung bestehen.

BEZIRK (bs). Wer regelmäßig hinter dem Steuer sitzt, kennt das: Selbst ist man ein wirklich guter Fahrer, aber links, rechts, vorne und hinten ist man von gemeingefährlichen Verkehrsteilnehmern umgeben. Doch Vorsicht! Nirgendwo klafft die Lücke zwischen Selbsteinschätzung und Realität so weit auseinander wie auf der Straße.

Der große Selbsttest

Die Bezirksblätter luden fünf Personen zum großen Selbsttest. Drei Männer und zwei Frauen, bereits unterschiedlich lange ohne Unfall im Straßenverkehr unterwegs, absolvierten für die Bezirksblätter die Führerscheinprüfung der Klasse B. Das Ergebnis ist ernüchternd: Im Allgemeinen Teil schafften die fünf Freiwilligen zwischen 45 und 61 Prozent. Im B-spezifischen Abschnitt standen zwischen 14 und 86 Prozent zu Buche. Eines hatten die Teilnehmer gemeinsam: Keiner hätte die Prüfung bestanden.
Für Easy Drivers Fahrschullehrer Ewald Siegl aus Zwettl ist dieses Ergebnis keine Überraschung: "Für mich ist das nicht dramatisch, sondern logisch, weil es Mehrfachantworten gibt und alle stimmen müssen." Er legt den Autofahrern für die Praxis besondere Konzentration nahe: "Die Ablenkung im Straßenverkehr, sei es das Handy oder der Radio, verursachen leider viele Unfälle."

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