08.10.2014, 13:04 Uhr

Kollisionsgefahr durch Windräder

Michael Moser (Sprecher IG Waldviertel), Gerlinde Lichtenwallner, Martha Lichtenwallner und Günther Maier (alle Bürgerinitiative "Unsere Heimat") - v.l.

Windkraftanlagen können laut Bürgerinitiative "Unsere Heimat" aus Großgöttfritz nicht in Bau gehen.

GROSSGÖTTFRITZ (bs). Schwarzstorch, Seeadler oder Ziegenmelker. Diese und andere Vögel wären laut der überparteilichen Bürgerinitiative "Unsere Heimat" aus Großgöttfritz unter anderem die Leidtragenden im Falle eines Baus der Windkraftanlagen in der Region Grafenschlag/Großgöttfritz.
Im Rahmen einer Pressekonferenz im Heurigenlokal Maier in Großgöttfritz legten die Vertreter der Initiative am Mittwoch, 8. Oktober 2014, das Konfliktpotential, Forderungen und Alternativen dar.

"Landschaft verkauft"

Michael Moser, Sprecher der IG Waldviertel, nahm im Rahmen der Veranstaltung ebenfalls Stellung zur Thematik. "Unser Landschaftsbild ist unser Potential. Jeder Bürgermeister, der Verträge mit Windkraftbetreibern unterzeichnet, sagt damit, dass es in seiner Gemeinde keine schützenswerte Landschaft gibt", so Moser. Er spricht damit auch die Bereiche Tourismus, Gesundheit und Immobilienwerte an. "In Ottenschlag beispielsweise wurden die Windparks aus Rücksicht auf das Lebens.Resort von Bürgermeisterin Jager abgelehnt", so Moser.

Mindestabstand zwei Kilometer

Eine grundsätzliche Forderung der Bürgerinitiative ist laut Sprecher Günther Maier ein Mindestabstand von zwei Kilometern. Maier bekräftigt: "Windräder mit 200 Metern Höhe sind weit über den Bezirk Zwettl hinweg sichtbar." Mit der Forderung nach diesem Mindestabstand wären sämtliche Windparkzonen im Waldviertel betroffen und somit vom Tisch.
Die Vertreter der Initiative wurden deshalb nicht müde zu betonen, dass noch nichts fix sei und bereits sehr viele Windparks gestorben bzw. verkleinert worden seien.

Projektstand Windpark WA02 Grafenschlag/Großgöttfritz:
Von der WEB AG ist laut "Unsere Heimat" geplant, vier Großwindkraftanlagen mit 200 Metern Höhe der Marke Vestas V112 im Wald sowie in unmittelbarer Nähe zum bewohnten Gebiet zu errichten. Die Initiative sieht in den Punkten Landschaftsbild, Tourismus, Immobilienwerteverlust sowie Gesundheit enormes Konfliktpotential.
Deshalb fordert sie 2000 Meter Abstand zu bewohntem Gebiet, den Ausschluss von Waldgebieten sowie die Erstellung eines seriösen, nationalen und europäischen Energiekonzeptes. Als Alternativen zu den Windkraftanlagen werden die Nutzung von Einsparpotentialen sowie das Repowering bestehender Anlagen genannt.
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