13.09.2016, 10:00 Uhr

Zwettler für Ernstfall gerüstet

Zivilschutzverband und Land NÖ ziehen an einem Strang. (Foto: privat)

Ob Naturkatastrophen oder mögliche Atomunfälle – Bewohner sind zumindet mit Lebensmitteln eingedeckt.

BEZIRK ZWETTL (bs). Zivilschutzverbände raten für den Katastrophenfall Nahrungsvorräte anzulegen. Panikmache oder berechtigte Vorsorge? Ein Lokalaugenschein im Bezirk.
Die Ausbaupläne für das AKW Dukovany nahe der Grenze zeigen: Eine Katastrophe wie ein Reaktorunfall ist keine abstrakte Utopie. Doch wie gut ist unser Land auf den Ernstfall vorbereitet? Wie gut wird der Rat des Zivilschutzverbandes zum Schaffen eines Vorrates schon befolgt? Wir haben uns im Bezirk umgehört und fanden neben Hobbyräumen nur wenige Schutzräume, jedoch Nahrungsvorräte und Notstromaggregate.

Lebensmittelvorräte

Die Befragten aus dem Bezirk Zwettl gaben gegenüber den Bezirksblättern an, dass es zumindest in Sachen Lebensmittel für etwa zehn Tage einen Vorrat geben würde. Vereinzelt sind auch Notstromaggregate vorhanden, jedoch nur noch sehr wenige Schutzräume.
Alfons Payr, Obmann des Zivilschutzverbandes Zwettl, klärt im Bezirksblätter-Gespräch auf: "Es sind dies vertrauliche Daten, wer im Bezirk wo einen Schutzraum hat. Es sind mittlerweile aber relativ wenige." Doch auch Payr sensibilisiert vor allem hinsichtlich einer nuklearen Katastrophe die Menschen: "Dukovany ist näher als viele glauben. Der Zivilschutzverband hat für derartige Katastrophenfälle sehr informative Broschüren zur Verfügung." 100 Unterschriften hat Payr allein am vergangenen Wochenende für die Dukovany-Petition des Landes NÖ gesammelt.

Naturkatastrophen

Dass Naturkatastrophen auch bei uns jederzeit eintreten können, bewies nicht nur das Jahrhunderthochwasser im Jahr 2002, sondern auch die Eiskatastrophe im Raum Ottenschlag im Dezember 2014. Schon damals wurde sichtbar, dass vor allem die Besitzer der allein gelegenen Bauernhöfe mit Notstromaggregaten vorgesorgt haben. Seitdem ist die Zahl jener weiter stark angestiegen. Auch die Feuerwehren haben diesbezüglich noch einmal aufgerüstet und sind mittlerweile noch besser für diese Ernstfälle gerüstet.
Im Zuge der Umfrage wurde jedoch eines auch klar: Für viele ist und bleibt ein Eintreten jenes Falles, die Lebensmittelnotreserven aufbrauchen zu müssen, unwahrscheinlich.
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