10.11.2016, 13:27 Uhr

Familienfreundlichkeit als Vorteil im Standortwettbewerb

Vernetzungstreffen für mehr Familienfreundlichkeit im Waldviertel: Martin Bruckner (Bürgermeister von Groß Schönau), Landesrätin Barbara Schwarz, Bundesministerin Sophie Karmasin, Christof und Antonia Kastner sowie Manfred Füxl (Sparkasse) - v.l. (Foto: APA)

Karmasin: „Machen wir gemeinsam das Waldviertel noch familienfreundlicher!“

ZWETTL. Am Mittwoch, 9. November 2016 trafen sich Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft im Firmensitz der KASTNER Gruppe in Zwettl zum Vernetzungstreffen „Standortfaktor Familienfreundlichkeit“. Im Mittelpunkt der Gespräche: Die Wichtigkeit von Familienfreundlichkeit als Zukunftsweg einer Region und als entscheidender Vorteil im Standortwettbewerb.

Familienfreundlichstes Land

„Mein Ziel ist es Österreich zum familienfreundlichsten Land Europas machen. Doch das geht nicht nur mit politischen Maßnahmen – wie dem Ausbau der Kinderbetreuung. Damit wir dieses Ziel erreichen muss ein Ruck durch unsere Gesellschaft gehen – eine Familienbewegung für Österreich! Ich bedanke mich bei allen die sich hier im Waldviertel für Familienfreundlichkeit einsetzen und ich bin begeistert von den vielen Ideen die wir heute hier beim Vernetzungstreffen sammeln konnten. Mein besonderer Dank gilt der Firma KASTNER für die Gastfreundschaft“, so Familienministerin Sophie Karmasin.
Landesrätin Barbara Schwarz (ÖVP) betonte: „Familien sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor einer Region. Sowohl als Arbeitnehmer als auch als Kunden. Im Wettbewerb um junge Familien werden jene Regionen einen Vorteil haben, die optimale Bedingungen für Familien schaffen denn optimale Bedingungen für Familien sind ein wichtiger Standortfaktor“

Spannende Einblicke in die Praxis

Besondere Highlights der Vernetzungsveranstaltung waren Waldviertler Vorzeigeunternehmen und -gemeinden. Diese kamen selbst zu Wort und präsentierten als Best Practice-Beispiele den interessierten Gästen, wie viele verschiedene Wege es zu einem familienfreundlicheren Arbeits- sowie Lebensumfeld gibt und wie einfach deren Umsetzung oft im Alltag möglich ist.
Abgerundet wurde das Vernetzungstreffen in Zwettl mit einer spannenden Talk-Runde, im Rahmen derer Einblicke, Ideen und Erfahrungen von Bundesministerin Sophie Karmasin und Betrieben, Gemeinden und Manager unter Beteiligung des Publikums ausgetauscht wurden.

Standortfaktor Familienfreundlichkeit

Familienfreundlichkeit in Gemeinden und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Unternehmen sind nicht nur eine Frage sozialer Verantwortung, sondern auch von elementarer Bedeutung für die Lebens- und Arbeitsqualität in einer Region. Für 89 Prozent der Bewerber ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei der Jobauswahl wichtig. In familienfreundlichen Unternehmen sind eine signifikant geringere Fluktuationsrate sowie eine höhere Mitarbeitermotivation nachweisbar. Zudem profitieren familienfreundliche Gemeinden von dem verstärkten Zuzug von Familien bzw. dem Verbleiben in der Region. Nur wenn Unternehmen und Gemeinden gemeinsam an einem Strang ziehen, kann ein Mehrwert für die gesamte Region erzielt werden. Durch Maßnahmen und Aktionen werden Familienfreundlichkeit als Zukunftsweg der gesamten Region etabliert und entscheidende Vorteile im Standortwettbewerb erzielt.
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