15.10.2014, 00:00 Uhr

Martinigansl aus Altmelon

80 Bio-Weidegänse befinden sich derzeit am Hof der Familie Bauer. (Foto: privat)

Zwischen der Bio-Weidegans und Stopfgänsen liegen Welten. Achten Sie beim Kauf auf Regionalität.

ALTMELON (bs). Rund um den Martinitag, dieses Jahr am 11. November, wird es wieder zahlreiche Martini-Gansl auf den Mittagstischen geben. Doch welches Gansl auf dem Teller landet, weiß man oft nicht genau. Deshalb gibt es österreichweit mittlerweile 200 Betriebe, die unter dem Qualitätszeichen "Österreichische Weidegans" produzieren und vermarkten.
Einer dieser 200 Betriebe ist die Familie Bauer aus Schwarzau in der Gemeinde Altmelon. Die junge Familie hält derzeit auf ihrem Biohof 80 Bio-Weidegänse.
Wie der Name schon verrät, wird eine Bio-Weidegans unter ganz bestimmten Voraussetzungen gezüchtet. Bereits im Stall werden sie mit frischem jungem Gras und Kräuter versorgt. "Nach etwa drei Wochen dürfen die Gänse bereits ins Grüne. Nach acht Woche sind die Tiere voll befiedert und leisten somit auch schlechtem Wetter Widerstand", so Weidegänse-Züchter Christoph Bauer. "Von diesem Zeitpunkt an sind sie untertags auf der Weide unter bekommen neben saftigem Gras auch hofeigenes Getreide", erzählt der Landwirt weiter.

Regionalität statt Mastgänse

Bis November wachsen die Tiere innerhalb von 28 Wochen zu einer regionalen Spezialität heran. Ihr Gewicht beträgt dann 3,5 bis fünf Kilogramm. Das dunklere, fettärmere Fleisch zeichnet sich besonders durch einen niedrigen Bratverlust aus.
Dass Bio-Weidegänse teurer sind als ausländische Mast- und Stopfgänse erklärt sich von selbst. "Stopfgänse werden statt 28 Woche nur zwölf Wochen alt. Außerdem erhalten sie keinerlei Weidegras", spricht Bauer Klartext. Deshalb appelliert er an die Konsumenten, darauf zu achten, welches Gansl zu Martini auf den Tisch kommt. "Regionalität sollte groß geschrieben werden", so Bauer.

Federn werden Decken

Christoph Bauer und seine Frau sahen in der Gänsehaltung eine interessante Alternative zur Grünlandnutzung sowie eine zusätzliche Verdienstmöglichkeit. Die Gänsefedern werden zu Decken und Polster weiterverarbeitet.
Sollten Sie Interesse an der Gänsehaltung oder an den Produkten der Familie Bauer haben, stehen diese unter 0664/5318450 gerne für Auskünfte oder Bestellungen zur Verfügung.
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