07.03.2016, 22:51 Uhr

Ecliptica: "Die Schöne und das Biest braucht kein Mensch!"

Gut gelaunt beim Interview: Markus Winkler, Sandra Urbanek und Van Alen von Ecliptica (v.l.).

Die Wiener Metal'n'Roller Ecliptica haben ihr drittes Album "Ecliptified" am Start. Wir haben mit den beiden Gitarristen Markus und Alen sowie mit Sängerin Sandra im Café Alt Wien über Frauen auf der Bühne und offene Rechnungen mit Europe geplaudert.

DONAUSTADT. Vor zehn Jahren gründete der Donaustädter Gitarrist und Songwriter Markus Winkler die Band Ecliptica. Von Power Metal bis Hardrock reicht die Palette der Wiener Band. Die Songs sind meist Duette zwischen Sänger Tom Tieber und Sängerin Sandra Urbanek.

Was waren eure größten Erfolge?
MARKUS: Der Auftritt am Wacken-Festival, einem der größten Metal-Festivals der Welt: Zwei Mal war ich als Fan dort und beim dritten Mal dann selbst auf der Bühne. Das war eine wahnsinnig tolle Erfahrung. Wir haben auch einmal als Vorband von In Extremo gespielt.

Für welche Bands würdet ihr noch gerne die Vorband sein?
ALEN: Mit Europe haben wir noch eine Rechnung offen: Für sie hätten wir die Vorband sein sollen, aber zwei Tage vor dem Gig fing sich unser Sänger eine Kehlkopfentzündung ein. Seine Stimme war weg! Es war extrem schade, denn Europe hatten uns persönlich als Support ausgewählt.

SANDRA: Für mich wären die Traum-Shows mit Halestorm und The Pretty Reckless: Da sind zwei ganz tolle Frauen am Mikro.

Sandra, deine Stimme klingt wirklich rockig und dreckig. Wie reagieren die Leute auf deinen Gesang?
SANDRA: Ich merke den Leuten im Publikum schon immer wieder die Überraschung an, aber das Feedback ist durchwegs positiv (lacht).

ALEN: Wir kommen ursprünglich aus dem Power Metal-Bereich. Bei der Kombination Sänger und Sängerin war die Erwartungshaltung natürlich immer: „Die Schöne und das Biest“. Das braucht wirklich niemand mehr. Wir wollten uns unterscheiden, bei uns gibt es das Biest und die Biestin: Rock’n’Roll auf beiden Seiten.

Ihr habt mit eurer Bassistin Petra auch eine zweite Frau an Bord.
ALEN: Wenn wir ehrlich sind, haben wir in der Band mehr Mädels als Burschen (lacht). Die einzigen echten Männer sind Roman und Markus. Tom und ich sind die Diven der Band, viel mehr als Petra und Sandra.

Ihr habt jetzt drei Alben draußen. Man kann schon sagen, dass ihr euch vom Metal weg- und in Richtung Rock hinbewegt habt. Wie ist das passiert?
MARKUS: Das ist sehr natürlich passiert. Seit drei Jahren haben wir ein stabiles Line-up. Grundsätzlich haben wir überlegt, ein Rock- und ein Metal-Album rauszubringen. Im Endeffekt haben die Rock-Nummern einfach mehr zu uns gepasst. Jeder fühlte sich wohl beim Proben und war voll dabei. Deswegen haben wir uns für die Rocksongs entschieden.

ALEN: Auf "Ecliptified" sind auch ein paar härtere Nummern. Wir machen einfach, was uns gefällt: Da sind Einflüsse von Prince, Guns N’Roses, Michael Jackson, Metallica und Bob Marley drin. Wir verkaufen das als Metal’n’Roll.

Wie läuft das Songwriting bei euch ab?
MARKUS: Grundsätzlich schreibe ich die Songs, spiele sie den anderen vor und wir arbeiten sie dann gemeinsam aus. Auf der aktuellen Platte haben aber auch Alen und unser Schlagzeuger Roman Songs geschrieben.

Welche Lieblingssongs am neuen Album habt ihr?
SANDRA: „Welcome To The Show“ mag ich am meisten. Es macht Spaß, diesen Song zu singen. Und von den alten Alben stehe ich total auf „Land Of Silence“ und „My Paradise“. Das sind einfach Songs, die ich gerne höre und das Publikum liebt diese Songs.

Kann man eigentlich sagen, dass Ecliptica eher eine Live-Band ist?
SANDRA: Auf jeden Fall!


Ecliptica – "Welcome To The Show"
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