22.03.2016, 09:03 Uhr

"Fahrrad-Projekt" in der Siegfried Marcus Berufsschule: Praxis für junge Flüchtlinge

Die Jugendlichen aus Afghanistan bringen meist schon handwerkliches Geschick im Umgang mit Rädern mit. (Foto: Stadtschulrat Wien / Martin Votava)

Die jungen Afghanen sind im Vorbereitungsjahr zur Ausbildung zum KFZ-Techniker und werken derzeit an alten Schrotträdern, die bis Juni in neuem Glanz erstrahlen sollen.

FLORIDSDORF. 14 junge Flüchtlinge, 14 Fahrräder: Das soll das Ergebnis des Projekts der Siegfried Marcus Berufsschule mit ihren afghanischen Schützlingen sein. "Bis Juni wird jeder sein eigenes, individuelles Modell gefertigt haben", sagt Schuldirektor Markus Fuchs.

Die Jugendlichen sind derzeit im Vorbereitungsjahr der Sparte KFZ-Technik. Nächstes Jahr sollen sie fit genug sein, um die reguläre erste Klasse zu besuchen. Dann werden sie in 3,5 Jahren zu KFZ-Technikern ausgebildet.

"Die Flüchtlinge sind seit Oktober bei uns", sagt Fuchs. "Viele bringen Erfahrung und handwerkliches Geschick mit." Zusätzlich zum handwerklichen Teil werden die Flüchtling auch intensiver als andere in Deutsch unterrichtet. Der Nachmittag steht jedoch ganz im Zeichen der Werkstatt: Da werden die 14 Burschen im Zusatzmodul "Fahrradtechnik" geschult. An alten Schrotträdern, geliefert von der MA48, wird gefeilt, geschraubt und lackiert. "Die Räder werden von den Schülern komplett neu aufgebaut. Am Ende gehen sie in das Eigentum der Asylwerber über." Gewerkt werde immer im Team an einem Fahrrad. Die ersten vier Räder sind demnächst fertig.

"Derzeit benötigt es aber viel Zeit, um die Räder zu zerlegen, Teile zu reinigen und Kaputtes nach zu beschaffen“, erzählt der Direktor. „Einige der Jugendlichen haben schon ausreichend Arbeitserfahrung - sie sind beim Lackieren schon sehr geschickt.“
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