05.04.2016, 19:49 Uhr

Zieselstreit: Ab September wird gebaut

Am Sonntag fanden sich 400 Baugegner in Stammersdorf ein, die sich für einen Erhalt des natürlichen Lebensraums der Ziesel einsetzten. (Foto: Sellner)

Jetzt ist es fix: Trotz Protesten rollen ab September auf dem Gelände des ehemaligen Heeresspitals die Bagger. Die bedrohten Ziesel, die das Gebiet bewohnen, sind laut Bauträger bereits erfolgreich umgesiedelt worden.

FLORIDSDORF. Am Sonntag fanden sich noch rund 400 Demonstranten in Stammersdorf ein, um gegen die Baupläne auf dem Areal des ehemaligen Heeresspitals zu protestieren. Grund: Das Gelände ist von einer unter Naturschutz stehenden Zieselpopulation bewohnt.

Gestern gab der Bauträger "Kabelwerk" bekannt, dass auf dem Areal so gut wie keine Spur der geschützten Tiere mehr zu finden sei. Die Ziesel seien entweder im Winterschlaf gestorben oder bereits "sanft umgelenkt" worden. Somit stehe laut "Kabelwerk" einem Baubeginn nichts mehr im Wege, der Startschuss für die Errichtung der ersten 130 Wohnungen ist für September geplant. Manfred Wasner, Geschäftsführer von Kabelwerk, rechnet mit einem Bezug der kompletten Anlage im Jahr 2020.

Auf die entlang des Marchfeldkanals umgesiedelten Ziesel wird auch in Zukunft Rücksicht genommen: Eine Kernauflage für das Bauprojekt sieht die Einhaltung eines Abstandes von fünfzig Metern zwischen der Baustelle und dem künftigen Wohnort der Ziesel vor.

Hintergrund

Bericht: Ziesel-Demo in Floridsdorf
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