29.06.2016, 20:17 Uhr

God of Happiness

Wien: CineCenter | Das Vienna Independent Film Festival wird dieses Jahr mit dem neuen deutschen Film, God of Happiness, von Dito Tsintsadze eröffnet.
Es handelt sich hierbei um eine Tragikomödie, die im Deutschland der Gegenwart spielt und die Geschichte des ehemaligen Regisseurs Georgi, einem Georgen, erzählt, der kleine Rollen in Massenszene spielt und sich nebenher als Zuhälter seines schwarzen Freundes Ngudu etwas dazuverdient.
Das Hauptthema des Films ist die Entfremdung der Leute und ihre Einsamkeit in einer modernen Stadt.
Es gibt auch einen Film im Film – einen deutschen Film über den Nazismus, indem Georgi eine Rolle spielt.
Dieser Film reflektiert das Gefühl des Hauptdarstellers, ein Mensch zweiter Klasse im modernen Deutschland zu sein. Der Höhepunkt des Films ist die Szene, in der Georgi am Galgen seines Filmsets „aufgehangen“ wird.
Der Film, in dem Georgi mitspielt, ist ebenfalls ein Spiegelbild des Primitivismus der Ereignisse des echten 2. Weltkrieges durch modern Kameraführung.
Georgi versucht seine missliche Lage vor seiner Tochter zu verheimlichen, indem er vorgibt, reich zu sein und sein afrikanischer Freund Ngudu sucht Zuflucht in seinen Zauberkünsten und versucht mit seiner entfremdeten Mutter Kontakt aufzunehmen. Irgendwie ist dies auch ein Film über zerplatzte Träume und Hoffnungen, wie der Traum von Georgis Tochter einmal Ballerina zu werden.
Der Film besticht durch ausgezeichnete Kameraführung – die Städtelandschaft bietet den Szenen einen einzigartigen Hintergrund und dieser Film ist definitiv einer der wichtigsten deutschen Filme der letzten 10 Jahre.
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