29.03.2016, 20:59 Uhr

St. Egyden: Entscheidung um Asylquartiere erneut vertagt

100 bis 120 Soldaten sollen für die nächsten sechs Monate im St. Egydener Lorenzihof untergebracht werden

Es ist immer noch nicht geklärt, ob die bestehende Asylunterkunft im St. Egydener Hof bleibt oder der Lorenzihof ein Quartier wird. Weitere Tage wird gegrübelt.

SCHIEFLING, VELDEN. Heute, Dienstag, am späten Nachmittag wurde in einer Sitzung zwischen Lokalpolitikern aus Velden und Schiefling, Vertretern der Bürgerinitiative und des Innenministeriums beraten, wie es in Sachen Flüchtlingsunterbringung in St. Egyden weitergeht (siehe "Die Vorgeschichte").
Nach einem dreistündigen Gespräch wurde dieses ohne endgültige Lösung abgebrochen. "Aber nicht negativ abgerbochen", wie Schieflings Bürgermeister Valentin Happe betont. "Wir geben uns noch ein paar weitere Tage Zeit, um über die verschiedenen Lösungsmöglichkeiten nachzudenken und noch einige Dinge zu klären", so Happe Montagabend nach der Sitzung.

Bestehende Verträge

Das Hauptproblem sind die bestehenden Verträge mit den beiden (möglichen) Betreibern der Asylquartiere. Im St. Egydener Hof in Velden sind bereits mehr als 60 Asylwerber einquartiert, der Betreiber hat einen Vertrag mit dem Land. Nur 250 Meter entfernt - auf Schieflinger Seite des "geteilten Ortes" St. Egyden - liegt der Lorenzihof, in dem der Bund geplant hat, Flüchtlinge unterzubringen. Für eines der Quartiere benötigt man eine Alternativlösung.

Die Vorgeschichte

Es geht darum, ob das Bundesquartier Lorenzihof zur Unterbringung von Flüchtlingen genutzt wird. 64 Asylwerber leben ja schon in unmittelbarer Nähe in einem Landesquartier. Im Lorenzihof plante der Bund die Unterbringung von bis zu 150 Flüchtlingen. Heftige Proteste der Bürger waren die Folge. St. Egyden ist in die Gemeinden Velden und Schiefling unterteilt.

Der letzte Stand - nach einem Besuch vor Ort vom Kabinettchef der Innenministerin - war, dass die Verträge mit den Quartierbetreibern von Land und Bund nochmal geprüft werden. Es werde geprüft, ob es möglich sei, einen der beiden Verträge zu lösen. Wenn nicht, käme auch eine Nutzung als Quartierstandort ohne Asylwerber (z. B. Unterbringung für die Grenzpolizei) infrage.
Seitdem lässt eine Entscheidung auf sich warten.
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