16.06.2016, 11:37 Uhr

Nach Großbrand geht der Blick nach vorne

Volker Riedmann (li) gab Margit und Toni Knittel eine Überblick über das Brandereignis. Die beiden Lechtaler Musiker spielen ein Benefizkonzert für die Familie Riedmann.

Volker Riedmann denkt bereits an den Wiederaufbau

HÄSELGEHR (rei). "Man darf sich nicht runter ziehen lassen!" Volker Riedmann hat in der Nacht zum 26. Mai sein Haus verloren. Ein Großbrand machte das Wohngebäude, in dem auch die Sanitärräumlichkeiten des Campingplatzes untergebracht wurden zu nichte.

Nach einem mehrstündigen Löscheinsatz war klar, da bleibt nichts mehr übrig.
"Aber zum Glück sind keine Menschen zu Schaden gekommen", zieht Riedmann eine nüchterne Bilanz. Ein Kurzsschluss dürfte die Ursache gewesen sein.

Aufräumarbeiten laufen

Inzwischen liegt das Brandereignis schon einige Zeit zurück. Volker Riedmann ist damit beschäftigt, auf seinem Grund aufzuräumen. An der Brandruine selbst kann er derzeit noch nicht viel tun, erst wenn seitens der Behörden bzw. der Versicherung "grünes Licht" gegeben wird, können die Bagger auffahren, und beseitigen, was nicht mehr aufzubauen ist.

Bewohner evakuiert

Fehlender Strom und in der Folge Brandgeruch machte in der Brandnacht die Freundin des Campingplatzbetreibers auf das Feuer aufmerksam. Rasch war klar, dass es brennt und dass es vorrangig um die Sicherheit der im Haus befindlichen Personen geht. Die verließen umgehend das Gebäude.
Auch die Camper wurden alarmiert: "Wir waren gut belegt. Es war ja das verlängerte Wochenende über Fronleichnam", erzählt Riedmann.

Dank an die Helfer

Die Rettungskette hat bestens funktioniert. Die Camper wurden in den Gemeindesaal gebracht und hier betreut, während die Feuerwehren des Tals vergeblich gegen den Brand ankämpften. "Alles hat super funktioniert. Ich krieg`heute noch Gänsehaut, wenn ich daran denke", erinnert sich Riedmann an die entscheidenden Momente noch ganz genau.

Blick nach vorne gerichtet

Doch all das ist Vergangenheit. Die Blicke des Campingplatzbetreibers sind nach vorne gerichten: "Aufbauen, ganz klar", lautet die Antwort auf die Frage, wie es weiter geht. Schon einmal musste er wieder neu anfangen, 2005. Damals war es der Lech, der den Campingplatz überflutete. So schlimm wie diesmal, war der Schaden damals aber nicht.
Das Haus aus den 1930er-Jahren ist nach dem Feuer ein "Totalschaden". Erste Gedanken, wie es künftig am Ufer des Lechs aussehen könnte, hat er der 46-Jährige bereits, aber noch keine konkreten Vorstellungen.

Große Hilfsbereitschaft

Überwältigt ist Volker Riedmann von der Hilfsbereitschaft, die ihm von allen Seiten entgegengebracht wird. Feuerwehr, Rettung, Gemeinde, Nachbarn, Freunde: Sie alle sind für ihn da. Die Gemeinde hat eine Spendenaktion ins Leben gerufen, die Jungbauern/Landjugend haben ein Benefizkonzert organisiert. Bei diesem tritt "Bluatschink" Toni Knittel gemeinsam mit Gattin Margit auf.
Für beide ein Herzensanliegen. "Ich hab mir sofort gedacht, da muss man etwas tun. Nahezu zeitgleich haben die Jungbauern bei mir angerufen und gefragt, ob ich ein Benefizkonzert geben könnte", erzählt Toni Knittel. Die Zusage kam spontan.
Mit dabei ist bei diesem Konzert natürlich auch Margit Knittel. "Unsere Kinder waren früher oft hier am Campingplatz vom Volker", erzählt Margit Knittel und ergänzt, "unsere Kinder Kinder sind gut mit Volkers Kindern befreundet. Sie haben oft auch zusammen genächtigt."

Benefizkonzert am 25. Juni

Das Konzert findet am 25. Juni ab 20 Uhr im Gemeindesaal von Häselgehr statt. Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Um Tischreservierungen unter 0676/4849851 wird gebeten. Der Reinerlös der Benefizveranstaltung kommt der Familie Riedmann zugute.

Spendenaktion

Wer gerne spenden möchte, kann dies unter dem Kennwort "Brandkatastrophe Campingplatz Riedmann“ natürlich ebenfalls gerne tun. Die Gemeinde Häselgehr hat zwei Spendenkonten eingerichtet. Eines bei der Sparkasse Elbigenalp, IBAN AT77 2050 9000 0022 4253 und ein weiteres bei der Raiffeisenbank Häselgehr, IBAN AT12 3622 0000 0021 1276.

Für Toni Knittel ist eines klar, nach so einem Ereignis gibt es nur eins": "Zama halfa!"
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