Plattform "Nockjobs" macht Jobangebote sichtbar
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Facebook-Seite soll Arbeitssuchende und Arbeitgeber in der Nockregion vernetzen. AMS: "Gute Ergänzung"
BEZIRK (ven). Kerstin Faschauner gründete die FB-Plattform "Nock-Jobs". Damit will sie Arbeitssuchende und Unternehmen mit Stellenangeboten in der Nockregion zusammenbringen. Nach nur einer Woche hat die Gruppe bereits über 300 Mitglieder.
Angebote sichtbar machen
"Ich arbeite selbst in der Personalentwicklung und verfolge das Thema Arbeitsmarkt", so Faschauner, die in Radenthein auch bei den Grünen mitarbeitet. Die Facebook-Plattform gründete sie als Privatperson. "Ich habe bei uns im Unternehmen Praktikanten erlebt, die gesagt haben 'Ich werd ganz sicher weggehen, denn bei uns gibt es ja keine Arbeitsplätze'", erzählt sie. "Ich denke, es mangelt einfach nur an der Sichtbarkeit, welche Möglichkeiten es gibt", sagt sie und erinnert sich dabei an ihre eigene Jobsuche zurück. Es gäbe zwar Jobbörsen, die aber nicht regional fokussiert seien.
Dort arbeiten, wo man lebt
Zuerst stand die Überlegung, die Jobbörse nur auf Radenthein zu konzentrieren, im Raum. "Aber Radenthein ist zu klein, um ihm eine Plattform zu geben. Ich habe es nun auf die gesamte Nockregion ausgeweitet", sagt sie zur WOCHE. Die Idee ist es, dort einen Arbeitsplatz zu finden, wo man auch wohnt. "Natürlich ist eine gewisse Mobilität in unserem Bezirk dringend notwendigt und sicher ein Defizit. Der Zentralraum Villach und Klagenfurt ist da schon privilegiert", sagt die Mutter eines dreijährigen Sohnes.
Wenig Aufwand
Gemäß ihrem Leitspruch "Tu was, dann tut sich was" wurde sie dann in Facebook aktiv. "Facebook bietet viel Transparenz mit relativ wenig Aufwand." Manchmal wären Jobs nur beim jeweiligen Gemeindeamt oder in Geschäften angeschlagen, so könne man diese leichter verbreiten. Mit BFI und AMS will Faschauner in Zukunft auch zusammenarbeiten, um die Plattform ordentlich mit Stellenangeboten zu füttern.
Ergänzung zu AMS
Johann Oberlerchner, AMS-Bezirksleiter, ist zwar selbst kein Facebook-User, hat aber bereits von der Plattform gehört. Er sieht darin eine "gute Ergänzung, schließlich haben wir das selbe Ziel. Alles, was den Menschen hilft, muss gefördert werden." Dazu will er mit Faschauner Kontakt aufnehmen und zusammenarbeiten.
Zur Person:
Name: Kerstin Faschauner
Geburtstag: 19. August 1975
Familie: Verheiratet, ein Sohn (3)
Wohnort: Döbriach
Beruf: Diplomierte Wirtschaftsjuristin
Funktionen: Business Frauen Center
Hobbys: Familie, Garten, gutes Essen
Vorbilder: Alle, die sich selbst treu bleiben
Motto: Tu was, dann tut sich was
Zur Sache:
Arbeitslose Bezirk Spittal im Oktober 2015: 4.085 (1.739 Männer, 2.346 Frauen)
Jugendliche bis 25: 546 (231 Männer, 315 Frauen)
Ältere über 50: 1.263 (616; 647)
Langzeitarbeitslose über zwölf Monate: 582 (317; 265)
Offene Stellen: 187
Lehrstellensuchende: 75 (31;44)
offene Lehrstellen: 70
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