19.09.2016, 15:58 Uhr

Deine Fleecejacke könnte deine liebste Meeresfrucht vergiften

Seit Großvaters Zeiten hat sich die Art wie wir uns beim Training kleiden stark verändert. Aus schweren Naturfaser Stoffen aus Wolle, Flachs, Hanf und Baumwolle wurden damals Kleidung hergestellt. Heutige Fittness Akrobaten kleiden sich in bunten, aerodynamischen aber synthetischen Kleidungsstücken aus Nylon(siehe meinen vorhergehenden Artikel). Unglücklicherweise haben unsere liebsten Jogger und Trainings Kleidungsstücke einen großen Nachteil - sie vergiften unsere liebsten Meeresfrüchte.

Jedesmal wenn du deine Sport Kleidung wäscht werden kleine Fasern freigesetzt. Auf den ersten Blick ist es nicht viel. Aber global gesehen sind es enorme Mengen. Und Muscheln wie die Auster filtern Partikel aus dem Wasser. Somit könnte der Kunststoff auf deinem Teller landen.

Forscher von der Kalifornischen Unversität Santa Barbara haben am Beispiel verschiedender Patagonia Fleece Jacken die Auswirkungen untersucht und erschreckendes entdeckt. Pro gewaschener Jacke wurden im Durchschnitt 1,7 Gramm Microfasern freigesetzt.

Wenn du deine Fleece Jacke wäscht wird nicht alles in der Kläranlage an Mikrofasern entfernt, etwa 35% der Fasern gelangen in die Umwelt. Bei einer Stadt von 100.000 Menschen wären es in etwa ein Äquivalent von 15.000 Plastiksäcken welche in unsere Gewässer landen.

Diese kleinsten Teilchen können vom Plankton und Muscheln aufgenommen werden und sich dann die Nahrungsmittel-kette hinauf arbeiten, von Garnelen über Fische bis hin zum Wal.

Beim Plankton kann durch diese kleinsten Teilchen der Verdauungstrackt verstopft werden(Größte CO2 Senke der Welt ist gefährdet) Ebenso kann dies bei größeren Organismen wie dem Wal passieren und eswurden schon Wale mit verstopften Verdauungstrakt angespült - welche dann daran verhungert sind(Wale düngen das Plankton mit Nährstoffen aus der Tiefe).

Des weiteren können diese Kunststoffe(hydrophob) Partikel Chemikalien und Bakterien aufnehmen und so selbst beim Menschen Vergiftungen und Infektionen auslösen.

Die USA haben bereits ein Verbot von Microplastik in Kosmetika erlassen. Viele Hersteller und Umweltverbände haben sich jetzt zu einer Allianz zusammengeschlossen um dieses Problem zu bekämpfen.


Wie es sich herausgestellt hat sind einige Waschmaschinen schädlicher als andere und billige Kleidung emittiert mehr Mikroplastik in das Abwasser.

Ideal wäre ein mikro- filtern des Abwassers in unseren Kläranlagen oder direkt an deiner Waschmaschine.

Natürlich wäre es schön wir würden gleich weniger Kunstfasern nutzen oder du gewöhnst dich an den Geruch und wäscht deine Fleecejacke nicht mehr. via Munchies

englischer Artikel im Guardian Studie von Patagonia

Österreichische Initiative: SeaDesigners.com

Webdoku von Arte

Greenpeace Plastik in Fisch undMeeresfrüchten
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.