30.08.2016, 12:00 Uhr

Auerbach ist stolz auf seine Kleinschule

In der Volksschule Auerbach haben das Für- und Miteinander besonderen Stellenwert

AUERBACH. Lernen mit Herz, Hand, Kopf und Fuß – nicht nur Wissensvermittlung, auch die Herzensbildung ist ein besonderes Anliegen der Volksschule Auerbach. So ist in ihrem Leitbild nicht nur von differenziertem und individualisierendem Unterricht die Rede. Soziale Kompetenz und bewegtes Lernen haben in der Kleinschule dieselbe Priorität. Kurzum, die Schüler lernen mit allen Sinnen. „Wir wollen Werte vermitteln. Das Miteinander und nicht Gegeneinander steht bei uns an erster Stelle“, betont Direktorin Maria-Elisabeth Ries, und ergänzt: „Mobben ist bei uns gar nicht möglich.“

„Nur wenn es den Kindern gut geht, können sie lernen“

Dass sich die 24 Schüler in ihrem Unterrichtsgebäude mehr als wohl fühlen, überrascht nicht. Es versprüht Wohnzimmer-Atmosphäre und verbindet moderne und traditionelle Unterrichtsmethoden. Der neue Zubau strahlt in den buntesten Farben und ist ausgestattet mit einer großen Schulbibliothek, Spiel-, Lern- und Wohlfühl-Oasen und vielem mehr. Dort können die Volksschüler gemeinsam lernen, spielen, entspannen und sich unterhalten.

Die zwei Unterrichtsräume, in denen jeweils zwei Klassen untergebracht sind, vermitteln Wärme und Geborgenheit. Dass auch während der Unterrichtszeiten beide Klassentüren offenstehen, zählt hier zur Normalität. „Das funktioniert super, weil unsere Kids wissen, wie sie sich benehmen müssen“, sagt Direktorin Ries. Sie selbst gibt den Volksschülern, gemeinsam mit Pädagogin Clarissa Stranzinger, Unterricht.

„Den Kindern soll es gut gehen, denn nur wenn es ihnen gut geht, können sie lernen.“ Die Kinder lernen von Beginn an, selbständig zu arbeiten und sich nicht an die „Kittelschürze“ zu klammern. Anhand eines zusätzlichen Wochenplans, den sich die Erst- bis Viertklässler selbst organisieren, wird ihnen gelehrt, das Wesentliche herauszufiltern. Sie unterstützen sich gegenseitig, indem die Großen und die Kleinen zusammenarbeiten.

„Wir ziehen gemeinsam an einem Strang“

Der Umgang mit dem Computer wird den Schülern ebenfalls beigebracht. Mit speziellen Programmen wird der Lehrstoff intensiviert und die kleinen Nutzer haben zudem Spaß dabei. Bei Schülerversammlungen können auch die Kids ihre Vorschläge mit einbringen. Im angrenzenden Garten besteht für sie die Möglichkeit, zu turnen und zu spielen. Beim Naschgarten oder bei der Kartoffelpyramide, die sie selbst versorgen, können sie ihre grünen Daumen entdecken. Die Ernte wird im Herbst gemeinsam mit Eltern und Lehrern verkocht und verzehrt. Bei verschiedenen Aktivitäten lernen sie die Gemeinde kennen, wenn sie beispielsweise einen „Tag der Alten“ musikalisch umrahmen und Weihnachts- und Schulschlussveranstaltungen für den ganzen Ort organisieren. Auch werden Gemeinschaftsprojekte durchgeführt, wo Groß und Klein tatkräftig mitwirken.

Besonders hebt sich die Kleinschule durch ihre Synergie zwischen Lehrern, Eltern und Schülern hervor. Der Umgang ist respektvoll und familiär. So war es für den Elternverein selbstverständlich, bei der im vergangenen Sommer durchgeführten Renovierung der Schule aktiv mitzuhelfen. „Hier ist die Beziehung intensiver, jeder kennt jeden. Ein Vorteil der Kleinschule“, erklärt die Schulleiterin.

Das Für- und Miteinander wird in der Volksschule Auerbach nicht nur in der Rechtschreibung groß geschrieben. Es steht für den Zusammenhalt zwischen Schülern, Lehrern, Eltern und Gemeinde.

Für ihr großes Engagement wurden die beiden Pädagoginnen 2013 im Rahmen der BezirksRundschau-Aktion "LehrerIn fürs Leben" zu den beliebtesten Lehrerinnen des Bezirkes gewählt.

Weitere Informationen dazu auf http://vsauerbach.jimdo.com
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