30.04.2016, 22:48 Uhr

Ein Maibaum, der Nationen vereint

Gemeinsam wird der Maibaum aufgestellt
Linz: Pfarre Linz - St. Peter | Es war vergangenen Winter, als OA Dr. Thomas Schwierz die syrischen Gäste der Pfarre Linz – St. Peter kennen lernte. Die Begegnung in die Pfarre blieb für alle unvergesslich. Daher sprach Dr. Schwierz auch eine Gegeneinladung nach Eidenberg aus.
Am Samstag, den 30. April 2016 war es schließlich so weit. Die Syrer der Pfarre Linz – St. Peter und einige ihrer Freunde fuhren in Begleitung von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen der Pfarre nach Eidenberg.

Ein berührendes Fest der Begegnung

Nach einer herzlichen Begrüßung bei Kaffee und Kuchen erfreuten die Eidenberger ihre Gäste mit oberösterreichischen Volkstänzen. Dafür revanchierten sich die syrischen Kurden mit Volkstänzen aus ihrer Heimat in kurdischer Tracht. Natürlich brachten sich auch die arabischen Syrer in das bunte Tanzprogramm begeistert ein. Zu guter Letzt fanden sich schließlich alle gemeinsam auf dem Tanzparkett und tanzten bunt gemischt zu teils syrischen und teils österreichischen Weisen.

Ein Maibaum für Frieden und Toleranz

Danach ging's auf den Marktplatz, wo der Eidenberger Maibaum schon darauf wartete, aufgestellt zu werden. Und er ist nun wahrscheinlich einzigartig in Österreich: Von friedlich vereinten Menschen verschiedener Nationen und Kulturen wurde er gemeinsam aufgestellt. Unter der Leitung von Bürgermeister Adi Hinterhölzl vereinte die Eidenberger Landjugend mit den kurdischen und arabischen Syrern ihre Kraft, und so richteten sie alle gemeinsam den Maibaum auf. Damit ist der Eidenberger Maibaum nun mehr als ein gewöhnlicher Maibaum. Er steht weithin sichtbar als ein unübersehbares Signal für Frieden und Toleranz und als ein Zeichen für ein friedliches Miteinander verschiedener Kulturen und Nationen.
In einer kurzen Ansprache bedankte sich Pfarrer Franz Zeiger bei Bürgermeister Hinterhölzl und Dr. Schwierz für die Einladung zu diesem gelungenen Fest der Begegnung. Er rief zum Gebet für die Menschen in Syrien auf segnete daraufhin den Maibaum, der nun auch als ein Mahnmal gegen Krieg und Terror stehen soll.
Mit einem Tanz rund um den Dorfbrunnen endete bei Sonnenuntergang ein Fest, das Nationen vereinte.
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