13.03.2016, 17:36 Uhr

Wolfsgraben hat gewählt: Ja zu altem Gemeindeamt

658 Stimmen wurden abgegeben, davon sprachen sich rund 60 Prozent für den alten Gemeindeamts-Standort aus.
WOLFSGRABEN. Wie berichtet wurden die Wolfsgrabener heute zur Wahl-Urne gebeten: "Soll das Gemeindeamt am jetzigen Standort bleiben, bis eine konkretere Ortszentrum-Planung inklusive Sanierung oder Neubau des Gemeindeamtes am derzeitigen Standort vorliegt?", so die Fragestellung der heutigen Volksbefragung. Da der Gemeindeamts-Umzug in den Wirtschaftspark Wienerwald, wie berichtet, bereits erfolgt ist, war mit dem 'jetzigen' Standort der alte Gemeindeamts-Standort gemeint.

Die Ergebnisse:

Fragestellung: Soll das Gemeindeamt am jetzigen Standort bleiben, bis eine konkretere Ortszentrum-Planung inklusive Sanierung oder Neubau des Gemeindeamtes am derzeitigen Standort vorliegt?

1.792 Wahlberechtigte
Wahlbeteiligung: 658 abgegebene Stimmen = 36,7 Prozent
JA: 399 Stimmen (60,64 Prozent)
NEIN: 249 Stimmen (37,84 Prozent)
Ungültig: 10 Stimmen

Pranke: "Bekenntnis zur direkten Demokratie!"

"Die Menschen haben erfreulicherweise Bekenntnis zur direkten Demokratie abgegeben, die Wahlbeteiligung finde ich toll", freut sich GGR Josef Pranke (Akt. Wolfsg.), wesentlicher Initiator der Volksbefragung. Für ihn "drängt sich die Vermutung auf, dass sich der ein oder andere gedacht haben wird 'es ist eh sinnlos, wozu soll ich noch hingehen?‘ Aber viele haben sich dennoch unserer Argumentation angeschlossen: Auch wenn’s unmittelbar nix bringt, ist es dennoch ein Bekenntnis zu dieser Art von Volksbefragung und zum historischen Ortskern."
Als Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr und Dorferneuerung, der mit der Planung des Gemeindeamts und des Ortskerns beauftragt wurde, verstehe er das Ergebnis der Befragung auch als "Bestätigung des Auftrags an den Ausschuss". Da am alten Gemeindeamts-Standort auch die Errichtung eines Wohnbaus zur Diskussion steht, wolle man aktuell herausfinden wie groß der tatsächliche Bedarf an Wohnungen sei. "Wir versuchen im Ausschuss eine gemeinsame Linie zu finden, so dass wir Ideen festlegen aus denen man sozusagen einen ‚Master-Plan‘ anfertigen kann", so Pranke zum Status Quo der Gemeindeamts-Planung am alten Standort.


Bock: "hätte Patt-Stellung erwartet"

Auch Bürgermeisterin Claudia Bock (ÖVP) freut die Wahlbeteiligung von 36,7 Prozent: "Ich hätte nicht erwartet dass wirklich so viele Leute kommen." Das Ergebnis hätte sie jedoch ein wenig anders erwartet: "Ich hätte eher mit einer Patt-Stellung gerechnet."
Bock erklärt: „Es gab schon vor Jahren eine Volksbefragung, die mehrheitlich für den alten Standort ausging. Dies wurde auch in den Planungen berücksichtigt. Darum brauchten wir ein Ausweichquartier, um am alten Standort etwas weiterzubringen. Jetzt hatten wir die Möglichkeit kostengünstig in ein passendes Ausweichquartier zu gehen, ohne dass wir Container aufstellen müssen oder ähnliches. Jetzt ist der Weg frei um den alten Standort umzuplanen oder wirklich so zu ändern, dass man dort gut arbeiten kann.“
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