Australien trägt Violett
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Violett ohne Grenze: John Fitzcallan reist von Sydney zu den Relegationsspielen von Austria Salzburg.
SALZBURG (lisa gold). Die Koffer sind gepackt, der violette Austria Salzburg-Schal liegt bereit, der Flug ist gebucht: Am kommenden Samstag wird der Australier John Fitzcallan in Sydney das Flugzeug besteigen, um seinen "Herzensverein" Austria Salzburg bei den entscheidenden Relegationsspielen gegen den FAC in Wien und Salzburg zu unterstützen. "Das sind die zwei wichtigsten Spiele seit Jahren, die Austria steht kurz vor der Rückkehr in den Profi-Fußball, da ist mir kein Weg zu weit", erzählt Fitzcallan, der in Irland geboren wurde und später nach Australien auswanderte, und fügt schmunzelnd hinzu: "Und ich kann von mir behaupten, dass der Austria-Fangesang 'Wir begleiten dich zu jeder Zeit, egal, wie weit' in diesem Fall wohl auch auf mich zutrifft."
Violett seit Oktober 2001
Doch wie entstand diese Verbundenheit zu Austria Salzburg, die den Australier trotz einer Entfernung von rund 16.226,13 Kilometern Luftlinie so fesselt? "Ich war immer schon sehr fußballinteressiert, sowohl aktiv als auch passiv. Es hat mich fasziniert, wie sehr ein Fußballverein die Menschen zusammenbringt und wie stark man sich mit seinem Verein identifizieren kann. Meine Liebe zur Austria begann im Oktober 2001. Ich war auf einem Kurzbesuch in Salzburg und erfuhr zufällig, dass am nächsten Tag die Austria im Lehener Stadion gegen SV Josko Ried spielt. Ein Freund von mir aus Sydney, Mark Byrnes, spielte zu dieser Zeit für die Austria und ich beschloss, mir das Spiel anzuschauen. Ich erinnere mich, als wäre es gestern. Ich hatte Tickets im Fanblock und war umgeben von einem violetten Meer, seit diesem Tag war es um mich geschehen", erzählt Fitzcallan, der seither jedes Ergebnis und jede Information über Austria Salzburg via Internet verfolgte. Vor allem nach dem Jahr 2005, als sich durch die "Übernahme" von Red Bull alles und doch nichts für die Austria änderte. "Ich konnte es nicht fassen, was in diesem Jahr passiert ist. Damals dachte ich, dass ich 'meinen' Verein verloren habe, heute weiß ich: Die Austria überlebt alles", so Fitzcallan, in dessen Kopf die Idee, einen eigenen Fanclub zu gründen, immer mehr reifte.
"Australianer" ist geboren
"Im Jänner 2013 wurde der 'Australianer'-Fanclub schließlich geboren", erzählt er und ist stolz, den "Moment des möglichen Aufstiegs" der Austria hautnah miterleben zu dürfen. "Auch mein Vater, der in Irland lebt, wird extra anreisen. Es ist ein historischer Moment für die Austria, aber auch für den gesamten Fußball. Die Geschichte der Austria zeigt, wie viel Seele im Fußball steckt." Für die Relegationsspiele am zweiten und fünften Juni hat Fitzcallan ein gutes Gefühl: "Wir werden uns alle in den Armen liegen – vor Freude, vor Euphorie, gepackt von unfassbaren Emotionen: Es wird sein wie im Märchen – ein Märchen in Violett."
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